Bezirk Urfahr-Umgebung: Geschichte
Der Bezirk Urfahr wurde am 1. Oktober 1903 durch Gebietsabtrennungen vom Bezirk Freistadt (Bezirksgerichtssprengel Leonfelden) und vom Bezirk Linz-Land (Bezirksgerichtssprengel Ottensheim und Urfahr) gebildet. Damals war Urfahr noch eine selbständige Stadt, 1919 jedoch wurde Urfahr nach Linz eingemeindet. Der Bezirk, der damit seinen Hauptort verloren hatte, wurde in Urfahr-Umgebung umbenannt. 1938 wurde der Bezirk wieder aufgelöst und den Bezirkshauptmannschaften Freistadt und Linz-Land angegliedert. Ab 1945 war die Verwaltung wieder in Urfahr, Neugasse 7, eingerichtet, der Bezirksgerichtssprengel Leonfelden verblieb jedoch beim Bezirk Freistadt. Mit Wirkung vom 23. Juni 1960 verfügte die oberösterreichische Landesregierung die Wiedererrichtung des Bezirks Urfahr-Umgebung mit allen 27 Gemeinden, die auch derzeit Teil des Bezirks sind.
Am 1. Jänner 1958 wurde das Bezirksgericht Ottensheim aufgelöst und die Gemeinden dem BG Urfahr zugeteilt.
Mit 1. Jänner 2013 wurde das Bezirksgericht Leonfelden aufgelöst und die Gemeinden auf die Sprengel der Bezirksgerichte Freistadt und Rohrbach aufgeteilt. Seitdem besteht im Bezirk kein Bezirksgericht mehr und für den Bezirk sind drei Bezirksgerichte zuständig, deren Sitze sich in drei verschiedenen politischen Bezirken befinden.
Heute zählt der früher fast ausschließlich landwirtschaftlich dominierte Bezirk Urfahr-Umgebung aufgrund der begehrten Wohnlage im Nahebereich der Landeshauptstadt Linz zu den am schnellsten wachsenden Bezirken Österreichs. Es gibt fast keine Industrie, die Mehrzahl der Einwohner pendelt nach Linz.
Mit 1. Jänner 2018 wurde die Gemeinde Schönegg (Bezirk Rohrbach) Teil der Gemeinde Vorderweißenbach, das ehemalige Gemeindegebiet wurde damit Teil des Bezirks Urfahr-Umgebung.