Heimatgeschichte · Bremen ·

Bremen: Geschichte

Bremen: Geschichte

=== Name ===
Der Ortsname ist im 9./10. Jahrhundert bezeugt als Brema, Bremae, Bremun; die letztere Form, Grundlage der heutigen Gestalt des Namens, wird als lokativisch verwendeter Dativ des Plurals des altsächsischen/mittelniederdeutschen Wortes brem ‚Einfassung, Rand (des Landes/des Wassers/der Düne)‘ (vgl. engl. brim) gedeutet.
Im Mittelalter bezeichnete sich die Stadt als civitas Bremensis, also als Stadt Bremen und dieses noch nach 1646. Wenn die verfassungsrechtliche Stellung Bremens betont werden sollte, führte sie nach dem Erhalt der Reichsstadturkunde (Linzer Diplom) ab 1646 den Titel Kayserliche und deß heiligen Römischen Reichs Freye Stadt (und Ansestadt) Bremen. Im Zuge der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches wechselte der amtliche Sprachgebrauch 1806 zum Beinamen freye Hansestadt, spätestens ab 1820 in der Schreibweise freie Hansestadt. Seit der Verfassung vom 21. März 1849 wird rechtlich zwischen dem bremischen Staat und der Stadt Bremen unterschieden. Alle bremischen Verfassungen bezeichnen die Stadt seitdem lediglich als Stadt Bremen bzw. Stadtgemeinde Bremen, um Verwechslungen mit dem Staat Freie Hansestadt Bremen zu vermeiden, der auch die Stadt Bremerhaven umfasst. Bis heute wird diese namentliche Unterscheidung jedoch weder im amtlichen Sprachgebrauch noch im Volksmund konsequent durchgehalten.

Zwischen dem 1. und dem 8. Jahrhundert n. Chr. entstanden an der Weser erste Siedlungen auf einem Dünenrücken, der Schutz vor Hochwasser bot, am oberen Ende der Gezeitenströme, die die Erreichbarkeit vom Meer aus erleichterten, und nahe einer Fährstelle oder einer Furt.

Als Bischofsstadt und Kaufmannssiedlung reicht Bremens Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurück. Sie war aber zunächst noch unsicheres Missionsgebiet. So schrieb der Missionar Willehad 782: „… hat man uns aus Bremen vertrieben und zwei Priester erschlagen.“ Die Stadt wurde 787 von Karl dem Großen zum Bischofssitz erhoben.
Seit dem späten 9. Jahrhundert mit dem Erzbistum Hamburg zum Erzbistum Hamburg-Bremen vereint, erlangte Bremen unter Erzbischof Adalbert (1043–1072) erstmals Einfluss auf Reichsebene.

Mit dem Gelnhauser Privileg unterstellte Kaiser Friedrich Barbarossa Bremen mit der Erteilung des Stadtrechts 1186 zugleich der «Justitia imperialis» (kaiserlichen Gerechtigkeit) und machte es damit in gewissem Sinne zu einer Reichsstadt, allerdings unter Rücksicht auf die Rechte der „Bremer Kirche“ als bisheriger Stadtherrin.
1260 trat die Stadt der Hanse bei, war in der Hanse aber zeitweise ein unsicherer Bündnispartner. Durch den mit der Mitgliedschaft im Hansebund verbundenen Freihandel blühte Bremen auf, wovon bis heute prächtige Baudenkmale zeugen. Die vermehrt zu wirtschaftlicher Bedeutung gelangende Stadt schüttelte die weltliche Herrschaft der Erzbischöfe ab und errichtete als Zeichen dieser Freiheit den Roland (1404) und ihr Rathaus (1409) auf dem Bremer Marktplatz, welche heute zum UNESCO-Welterbe zählen.
Die Erzbischöfe gerieten wiederholt in wirtschaftliche Schwierigkeiten und verpfändeten in solchen Situationen Hoheitsrechte im Umland an die Stadt. Auf diese Weise und durch den Erwerb weltlicher Grundherrschaften erlangte die Stadt ein ausgedehntes Hoheitsgebiet, im Titel der Dilich-Chronik als «praefecturarum, quas habet» erwähnt. …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Bremen“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Richard A. Wells, CC BY-SA 2.5 – Wikimedia Commons