Nürnberg: Sehenswürdigkeiten
Die Pegnitz teilt die Nürnberger Altstadt in zwei Hälften. Nach ihren Hauptkirchen wird die Nordseite Sebalder Altstadt und die Südseite Lorenzer Altstadt genannt. Beide Teile der Altstadt werden von der Stadtmauer umschlossen.
Die Nürnberger Stadtmauer war ursprünglich fünf Kilometer lang und hatte fünf Tore: Laufer, Spittler-, Frauen-, Neu- und Tiergärtner Tor. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert wurde die Befestigung ständig ausgebaut und hat mit dazu beigetragen, dass die Stadt in dieser Zeit allen feindlichen Angriffen standhalten konnte. Heute stehen noch knapp vier Kilometer Mauer. Vor allem auf der Ostseite zwischen Frauentor (Hauptbahnhof) und Laufer Tor (Rathenauplatz) gibt es größere Lücken. Der Stadtgraben, der nie mit Wasser gefüllt war, ist noch auf etwas mehr als zwei Kilometern in voller Breite erhalten und begehbar. Zwischen Färber- und Spittlertor (Plärrer) sollte man die Innenseite der Mauer meiden, hier befindet sich der Nürnberger Rotlichtbezirk. Ungefähr die Hälfte der Stadtmauer kann man von der Straßenbahn aus besichtigen: Linie 4 zwischen Plärrer und Tiergärtnertor sowie der Linie 8 zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz. Der U-Bahnhof Opernhaus (U2) ist in den ehemaligen Stadtgraben eingebaut und im Stil der Stadtmauer mit Sandstein und schmiedeeisernen Gittern gehalten.
1 Kaiserburg Nürnberg, Auf der Burg 13, 90403 Nürnberg (via Tram 4 „Tiergärtnertor“ oder Bus 36 „Burgstraße“ oder U-Bahn „Lorenzkirche“, für Autofahrer: es gibt keine Besucherparkplätze an der Burg!). Tel.: +49 (0)911 244659-0, Fax: +49 (0)911 244659-300, E-Mail: burgnuernberg@bsv.bayern.de . In der Nordwestecke der Altstadt ragt auf einem Felsen die Kaiserburg auf. Im Westen beginnt die Anlage mit dem Turm Luginsland. Zwischen diesem und dem fünfeckigen Turm fügt sich die Kaiserstallung ein. Sie wurde 1495 in nur einem Jahr erbaut, diente ursprünglich als Kornspeicher und heute als Jugendherberge. Der fünfeckige Turm entstand bereits vor 1050 und ist das älteste Gebäude von Burg und Stadt. Weiter östlich befindet sich der Zugang zum Burggarten und das Vestnertor. Vom Vestnertor gelangt man zur Freiung, die einen der besten Blicke über die Stadt bietet. Wer noch mehr sehen will kann auf den Sinwellturm im anschließenden Vorhof der Burg steigen. Dort befindet sich auch der Tiefe Brunnen. Neben dem Tor zum Haupthof steht der Heidenturm mit der romanischen Doppelkapelle. Im Haupthof befindet sich rechts die Kemenate, links der Palas mit dem Kaiserburgmuseum. Weitere Räume des Palas und die Doppelkapelle können im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Für Menschen mit Gehbehinderungen: Im Palas ist der Rittersaal über einen Aufzug erreichbar; alle anderen Räume nur über Treppen. Die Besichtigung des Inneren Burghofs ist möglich. Geöffnet: Kaiserburg Apr-Sep täglich 9:00–18:00, Okt-März: 10:00–16:00, Weihnachten, Silvester, Neujahr und Fasching geschlossen; Burggarten Apr-Okt frühestens ab 8:00 bis zum Einbruch der Dunkelheit (max. …