Rems-Murr-Kreis: Geschichte
Der Rems-Murr-Kreis wurde durch die Kreisreform am 1. Januar 1973 gebildet. Damals wurde der Altkreis Waiblingen mit dem größten Teil des Altkreises Backnang zum neuen Rems-Murr-Kreis vereinigt. Ferner wurde die Gemeinde Alfdorf des Altkreises Schwäbisch Gmünd eingegliedert. Die beiden Altkreise Waiblingen und Backnang gehen zurück auf die alten württembergischen Oberämter Waiblingen und Backnang, die schon zu Zeiten des Herzogtums Württemberg errichtet wurden. Im Laufe der Geschichte wurden sie mehrmals verändert und 1934/38 in die Landkreise Waiblingen und Backnang überführt. Damals nahm der Landkreis Waiblingen nahezu alle Gemeinden des Oberamts Schorndorf und viele Gemeinden des Oberamts Welzheim, der Landkreis Backnang viele Gemeinden der Oberämter Gaildorf, Marbach und Welzheim auf.
Am 1. Januar 1977 kam es zu einem kleinen Gebietsaustausch mit dem Ostalbkreis.
Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Rems-Murr-Kreis noch 31 Gemeinden, darunter acht Städte und hiervon wiederum sechs „Große Kreisstädte“ (Backnang, Fellbach, Schorndorf, Waiblingen, Weinstadt und Winnenden). Größte Stadt ist Waiblingen, kleinste Gemeinde ist Spiegelberg.
Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).
Laut Zensus 2011 waren mit Stand Mai 2011: 42,9 % Einwohner evangelisch, 22,0 % römisch-katholisch und 35,1 % gehörten anderen Konfessionen oder Religionsgemeinschaften an oder waren konfessionslos. Der Anteil der Protestanten und Katholiken an der Gesamtbevölkerung sinkt jährlich um 1 Prozentpunkt. Gemäß dem Zensus 2022 waren am 25. Mai 2022 33,9 % der Einwohner evangelisch, 18,4 % (80.309) katholisch, und 47,7 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.
Laut kirchlicher Statistik lebten Ende 2021 81.372 katholische Kirchenmitglieder im Landkreis. Ende Dezember 2022 waren dies 78.872. Am 31. Dezember 2024 gab es 74.462 Katholiken (16,9 % der Gesamtbevölkerung).