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Märkischer Kreis: Geschichte

Märkischer Kreis: Geschichte

Der Märkische Kreis entwickelte sich durch die Gebietsreform im Jahr 1975 aus unterschiedlichen historischen westfälischen Gebieten. So galt unter anderem das Hönnetal mit der Burg Klusenstein seit dem Mittelalter als natürliche Grenze zwischen dem Gebiet der Grafschaft Mark und der Grafschaft Arnsberg, die nach der Reformation katholisch geblieben war.
Der Name des Kreises leitet sich von dieser Grafschaft Mark ab, die von ihrer Stammburg im Dorf Mark – heute ein Stadtteil von Hamm im Stadtbezirk Hamm-Uentrop – aus einen Großteil der Fläche des heutigen Kreises umfasste. Das Gesamtgebiet der Grafschaft Mark umfasste Teile des Sauerlands, des bergisch-märkischen Hügellands an der Ruhr, des heutigen Ruhrgebiets und der Soester Börde. Mit dem Namen Märkischer Kreis wird eine gemeinsame Vergangenheit suggeriert, die sich historisch nur bedingt belegen lässt. Der Märkische Kreis deckt weder das Territorium der ehemaligen Grafschaft Mark ab, noch waren alle 15 Städte und Gemeinden märkisch. Zum heutigen Kreis gehören auch einige Gebiete der Grafschaft Limburg und des ehemaligen kurkölnischen Herzogtums Westfalen.
Heute verläuft die Diözesangrenze der katholischen Kirche zwischen dem Erzbistum Paderborn und dem recht jungen Bistum Essen durch den Märkischen Kreis; historisch war er Teil des Erzbistums Köln.

Der Märkische Kreis entstand im Rahmen der Kommunalreform am 1. Januar 1975 (Sauerland/Paderborn-Gesetz) als Zusammenschluss der kreisfreien Stadt Iserlohn, des Kreises Iserlohn – ohne Schwerte und ohne die ehemalige Stadt Hohenlimburg –, des Kreises Lüdenscheid sowie der Stadt Balve samt dem Amt Balve und der Gemeinde Asbeck aus dem Kreis Arnsberg. Der Kreis Lüdenscheid war erst 1969 durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Altena und der kreisfreien Stadt Lüdenscheid als Zusammenschluss des Landkreises Altena mit der kreisfreien Stadt Lüdenscheid entstanden.
Der Märkische Kreis unterhält neben dem nach der Gebietsreform in Lüdenscheid neu gebauten Kreishaus bis heute weitere Verwaltungsgebäude in den ehemaligen Kreisstädten Iserlohn und Altena.

Die Daten vor 1977 wurden auf den Gebietsstand vom 1. Juli 1976 umgerechnet. Quelle: Landesdatenbank NRW, abgerufen am 27. August 2011
Anmerkung
1 1961, 1970 und 1987: Bei diesen Daten handelt es sich um Volkszählungsergebnisse und wurden im Mai oder Juni des jeweiligen Jahres erhoben. Alle anderen Daten zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres erhoben worden.
Prognose: Lt. IT.NRW von 2014 verliert der Kreis in den kommenden zehn Jahren bis zum Jahr 2025 etwa 37.200 Einwohner, mithin knapp zehn Prozent.
Gem. Prognose aus 2015 von IT.NRW wird der Rückgang von 2014–2040 über zwanzig Prozent betragen.
Für den gleichen Zeitraum (2014–2040) prognostiziert das IT.NRW jedoch auch aufgrund des demographischen Wandels (Altenquote) einen deutlicheren Rückgang der Erwerbspersonen, nämlich um 28,6 Prozent (von 200.500 auf 143.100, mithin – 57.400).

Laut der Volkszählung 2011 waren 36,5 % der Einwohner evangelisch, 31,0 % römisch-katholisch und 32,5 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Der Anteil der Protestanten und Katholiken an der Gesamtbevölkerung ist seitdem jährlich um 1 Prozentpunkt gesunken. Gemäß der Volkszählung 2022 waren 30,0 % der Einwohner evangelisch, 26,7 % katholisch und 43,3 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Märkischer Kreis“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Petra Klawikowski, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons