Landkreis München: Geschichte
=== Stadt- und Landgerichte ===
Auf dem Gebiet des heutigen Landkreises München wurde 1803 das Landgericht München gebildet. Es war für das Münchner Umland zuständig. Für das Stadtgebiet gab es ab 1804 das Stadtgericht München. Ab 1809 wurde München zur kreisunmittelbaren Stadt mit einem eigenen Polizeidirektor. Stadt- und Landgericht München gehörten zum Isarkreis, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde. Bereits 1831 wurde das Landgericht München aufgeteilt. Es entstand das neue Landgericht Au. Nach der Eingemeindung von Au, Giesing und Haidhausen in die Stadt München am 1. Oktober 1854 wurde für die neuen Stadtteile das „Stadtgericht München rechts der Isar“ geschaffen, aus dem bisherigen Stadtgericht München wurde das „Stadtgericht München links der Isar“. Gleichzeitig fand eine Umorganisation der Landgerichte des Umlandes statt: Aus dem Landgericht München wurde das „Landgericht München links der Isar“ und aus den Restgemeinden des bisherigen Landgerichts Au das „Landgericht München rechts der Isar“.
Aus diesen beiden Landgerichten gingen 1862 bei Trennung von Verwaltung und Justiz die gleichnamigen Bezirksämter hervor. Dabei wurden dem Bezirksamt München links der Isar auch das Landgericht Starnberg und dem Bezirksamt München rechts der Isar das Landgericht Wolfratshausen zugeteilt. Am 1. Januar 1864 wurde Ramersdorf nach München eingemeindet und am 1. Januar 1877 Sendling.
Die Bezirksämter München links der Isar und München rechts der Isar wurden am 1. Januar 1880 aufgelöst und zwei neue Bezirksämter errichtet: München I umfasste den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichtes München II und München II umfasste die Zuständigkeitsbereiche der Amtsgerichte Starnberg und Wolfratshausen. In der Folgezeit gab das Bezirksamt München I weitere Gemeinden an die Stadt München ab; am 1. Januar 1890 Neuhausen, am 20. November 1890 die Stadt Schwabing, am 1. Januar 1892 Bogenhausen, am 1. Januar 1899 Nymphenburg sowie am 1. Januar 1900 Laim und Thalkirchen.
Am 1. Oktober 1902 wurde das Bezirksamt München II aufgelöst und in die beiden neuen Bezirksämter Starnberg und Wolfratshausen aufgeteilt. Gleichzeitig wurde das Bezirksamt München I in Bezirksamt München umbenannt.
Am 1. Januar 1912 wurde die bis dahin zum Bezirksamt München gehörende Gemeinde Forstenried in die Stadt München eingegliedert. Am 1. April 1913 kam Milbertshofen hinzu. Berg am Laim, Moosach und Oberföhring folgten am 1. Juli 1913. Am 1. Januar 1930 wurden Daglfing und Perlach in die Landeshauptstadt eingegliedert. Am 1. Oktober 1931 kam noch die Gemeinde Freimann hinzu, am 1. April 1932 auch Trudering. Am 1. April 1938 wurden Feldmoching, Großhadern sowie die Stadt Pasing der Landeshauptstadt zugesprochen und am 1. Dezember 1938 folgten Allach, Ludwigsfeld, Obermenzing, Solln sowie Untermenzing. …