Regionalverband Saarbrücken: Geschichte
Der Stadtverband Saarbrücken entstand am 1. Januar 1974 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform des Saarlandes. Er wurde gebildet aus der bis dahin kreisfreien Landeshauptstadt Saarbrücken, dem Landkreis Saarbrücken (ohne die Gemeinde Rentrisch), dem damals zur Stadt St. Ingbert gehörenden Stadtteil Schnappach sowie den Gemeinden Ensheim und Eschringen aus dem aufgelösten Landkreis St. Ingbert. Durch die gleichzeitig stattfindende Gemeindereform wurde der Stadtverband in zehn Gemeinden gegliedert, von denen fünf das Stadtrecht besaßen. Damit entstand eine für ganz Deutschland bis dahin einzigartige Gebietskörperschaft, die in ihrer Funktion einem Landkreis glich, jedoch für die stadtverbandsangehörigen Gemeinden weitergehende Aufgaben übernahm.
Der Landkreis Saarbrücken wurde 1816 gebildet, als Preußen seine Provinzen in Regierungsbezirke und Landkreise einteilte. Preußen kam 1815, nach dem Zweiten Pariser Frieden in den Besitz der Gebiete an der Saar, als die Grenze zu Frankreich neu bestimmt und die ehemaligen deutschen Duodezfürstentümer im Südwesten des Alten Reiches offiziell aufgelöst wurden.
Historisch deckte sich der Stadtverband zu großen Teilen mit der ehemaligen Grafschaft Saarbrücken, deren Wappentiere (den silbernen Löwen der Grafen von Saarbrücken und den goldenen Nassauer Löwen) der Stadtverband im Wappen führt.
Mit dem Verwaltungsstrukturreformgesetz, das der Landtag des Saarlandes am 21. November 2007 mit den Stimmen der CDU-Mehrheitsfraktion beschloss, wurde der Stadtverband zum 1. Januar 2008 in den Regionalverband Saarbrücken überführt. Maßgeblicher Unterschied zur bisherigen Organstruktur ist die Schaffung eines Kooperationsrates aus Vertretern der verbandsangehörigen Gemeinden, der neben der unmittelbar von der Bevölkerung gewählten Regionalversammlung Teile der Selbstverwaltungsangelegenheiten wahrnimmt. Die verfassungsrechtliche Zulässigkeit dieses neuartigen Konstruktes wird von namhaften Rechtswissenschaftlern bezweifelt (so z. B. in einem Gutachten des Deutschen Landkreistages, das der Stadtverband Saarbrücken in Auftrag gegeben hatte).
=== Konfessionsstatistik ===
Gemäß dem Zensus 2011 waren 51,8 % (169.460 Einwohner) römisch-katholisch, 23,5 % der Einwohner evangelisch und 24,6 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Der Anteil der Protestanten und Katholiken an der Gesamtbevölkerung ist seitdem gesunken. Gemäß dem Zensus 2022 waren im Jahr 2022 41,2 % (135.543) der Einwohner katholisch, 18,4 % evangelisch, und 40,4 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.
Laut kirchlicher Statistik hatte der Regionalverband Saarbrücken Ende 2022 (Dekanat Völklingen und Dekanat Saarbrücken) 132.895 (40,2 %) Katholiken. Ende 2023 hatte der Regionalverband Saarbrücken 128.218 (38,6 %) Katholiken, Ende 2024 123.755 (37,1 %) katholische Kirchenmitglieder und Ende 2025 118.869 katholische Kirchenmitglieder. …