Heimatgeschichte · Ennepe-Ruhr-Kreis ·

Ennepe-Ruhr-Kreis: Geschichte

Ennepe-Ruhr-Kreis: Geschichte

=== Geschichte vor der Kreisgründung ===

Derjenige Gebietsteil des heutigen Ennepe-Ruhr-Kreises, der bis 1225 dem Grafen von Isenberg unterstand, ging am 1. Mai 1243 mit dem Vertrag von Essen an die Grafschaft Mark über. Der größere Teil des Kreises kam erst 1324 mit der Vertreibung der Herren von Volmarstein an die Grafschaft Mark.
1609 erbte der Kurfürst von Brandenburg die Grafschaft Mark, die er bis 1614 gemeinsam mit einem Miterben und nach 1614 mit Abschluss des Jülich-Klevischen Erbfolgekriegs im Vertrag von Xanten allein regierte.
Während der französischen Besatzung von 1807 bis 1813 lag das heutige Kreisgebiet fast vollständig im Arrondissement Hagen. Seit 1816 gehörte es wieder zu Preußen und zur Provinz Westfalen.

Der Ennepe-Ruhr-Kreis entstand am 1. August 1929 – zur Zeit der Weimarer Republik wenige Wochen vor Beginn der Weltwirtschaftskrise – auf Grund des Gesetzes über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets. Durch dieses Gesetz wurde der Kreis Schwelm mit den Gemeinden des Kreises Hattingen und des Landkreises Hagen, die nicht in die Städte Bochum, Hagen und Witten eingemeindet wurden, vereinigt. Der Kreis bestand anfänglich aus fünf amtsfreien Städten sowie zehn Ämtern mit 31 Gemeinden:

In der Folgezeit kam es zu folgenden Änderungen in der Verwaltungsstruktur des Kreises:

Das Amt Herbede wurde 1934 aufgehoben.
Die beiden Ämter Milspe und Voerde wurden 1937 zum Amt Milspe-Voerde zusammengeschlossen.
Im selben Jahr wurden Hiddinghausen I und Hiddinghausen II zur Gemeinde Hiddinghausen zusammengeschlossen. Hiddinghausen wurde dem Amt Haßlinghausen zugeordnet.
Gleichzeitig wurde das Amt Sprockhövel aufgelöst. Niedersprockhövel und Obersprockhövel kamen zum Amt Blankenstein.
1939 wurde die Gemeinde Ende in die Stadt Herdecke eingemeindet.
Im selben Jahr wurde Grundschöttel nach Volmarstein eingemeindet.
Am 1. April 1949 schlossen sich Milspe und Voerde zur amtsfreien Stadt Ennepetal zusammen.
1951 erhielt die Gemeinde Herbede das Stadtrecht und wurde amtsfrei.
Niedersprockhövel und Obersprockhövel schlossen sich 1960 zur Gemeinde Sprockhövel zusammen.
1966 wurden Buchholz, Holthausen und Welper nach Blankenstein eingemeindet.
Damit bestand der Kreis im Jahre 1969 aus sieben amtsfreien Städten sowie fünf Ämtern mit 21 Gemeinden.

Am 1. Januar 1970 kam es durch das Gesetz zur Neugliederung des Ennepe-Ruhr-Kreises im Rahmen der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen zu zahlreichen Eingemeindungen:

Blankenstein, Bredenscheid-Stüter, Niederelfringhausen, Oberelfringhausen, Oberstüter und Winz wurden in die Stadt Hattingen eingemeindet.
Esborn, Volmarstein und Wengern wurden in die Stadt Wetter eingemeindet.
Haßlinghausen, Hiddinghausen und Gennebreck wurden nach Sprockhövel eingemeindet. Sprockhövel erhielt das Stadtrecht.
Linderhausen wurde in die Stadt Schwelm eingemeindet.
Asbeck, Berge und Silschede wurden größtenteils in die Stadt Gevelsberg eingemeindet.
Dahl wurde nach Breckerfeld eingemeindet.
Altendorf wurde in die kreisfreie Stadt Essen eingemeindet und heißt seitdem Burgaltendorf.
Waldbauer wurde in die kreisfreie Stadt Hagen eingemeindet.
Gleichzeitig wurden alle Ämter aufgelöst. Durch ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes in Münster wurde die Eingemeindung von Waldbauer in die Stadt Hagen am 18. Dezember 1970 rückgängig gemacht.
Am 1. Januar 1975 kam es im Rahmen des Ruhrgebiet-Gesetzes und des Sauerland/Paderborn-Gesetzes zu den bislang letzten Gebietsänderungen: …

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Quelle: Text: Wikipedia – „Ennepe-Ruhr-Kreis“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Ulomek-foto de, CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons