Heimatgeschichte · Wetteraukreis ·

Wetteraukreis: Geschichte

Wetteraukreis: Geschichte

Das Kreisgebiet war im Laufe der Geschichte in zahlreiche Herrschaftsgebiete zersplittert. Die wichtigsten davon waren die Landgrafen von Hessen (später beide hessische Landesteile Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel), die Grafen von Solms und Ysenburg, Kurmainz, die Burggrafschaft Friedberg und die Freie Reichsstadt Friedberg. Seit dem 19. Jahrhundert gehörte das heutige Kreisgebiet zum Großherzogtum Hessen, in welchem es die beiden Landkreise Friedberg und Büdingen innerhalb der Provinz Oberhessen bildete.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde am 1. August 1972 ein neuer Landkreis mit dem Namen Wetteraukreis gebildet, dessen Kreisstadt die Stadt Friedberg (Hessen) wurde. Der neue Landkreis wurde zusammengesetzt aus

dem Gebiet des aufgelösten Landkreises Büdingen ohne
die Stadt Schotten, die zum neuen Vogelsbergkreis kam
die Gemeinde Altwiedermus, die nach Ronneburg im damaligen Landkreis Hanau eingemeindet wurde
die Gemeinden Hain-Gründau und Mittel-Gründau, die Teil der Gemeinde Gründau im damaligen Landkreis Gelnhausen wurden
dem Gebiet des aufgelösten Landkreises Friedberg ohne
die Gemeinde Burgholzhausen vor der Höhe, die in die Stadt Friedrichsdorf,
und die Gemeinde Ober-Erlenbach, die in die Stadt Bad Homburg vor der Höhe eingegliedert wurde – beide im neuen Hochtaunuskreis
die Gemeinden Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach, die in die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main eingegliedert wurden
der Gemeinde Wolferborn aus dem Landkreis Gelnhausen, die in die Stadt Büdingen eingegliedert wurde.
der Gemeinde Helfersdorf aus dem Landkreis Gelnhausen, die in die Gemeinde Kefenrod eingegliedert wurde. Der Ort wird noch heute als einziges Gebiet im Wetteraukreis von den Kreiswerken Main-Kinzig als Grundversorger mit Strom versorgt und gehört nicht zum OVAG-Netzgebiet.

=== Konfessionsstatistik ===
Nach den Ergebnissen des Zensus am 9. Mai 2011 waren von den Einwohnern 46,2 % evangelisch, 20,2 % römisch-katholisch und 33,6 % gehörten einer sonstigen oder keiner Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Unter der Bevölkerung im Wetteraukreis befanden sich am 9. Mai 2011 4 % weniger katholische und 14,2 % weniger evangelische Kirchenmitglieder als bei der vorherigen Volkszählung am 25. Mai 1987. Der Anteil der Protestanten und Katholiken an der Gesamtbevölkerung ist seitdem gesunken. Gemäß Zensus 2022 waren (2022) 35,7 % der Einwohner evangelisch, 16,5 % katholisch und 47,7 % gehörten einer sonstigen oder keiner Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.

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Quelle: Text: Wikipedia – „Wetteraukreis“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Oliver Abels (SBT), CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons