Heimatgeschichte · Düren ·

Kreis Düren: Geschichte

Kreis Düren: Geschichte

=== Geschichte bis 1971 ===

Auf dem Gebiet des heutigen Kreis Düren waren im Laufe der Geschichte die Römer, die Franken sowie die Grafen und Herzöge von Jülich an der Macht. 1794 fiel es an die Franzosen und wurde Teil des Département de la Roer.
Die preußische Regierung bildete 1816 die damaligen Landkreise. Der erste Kreis Düren entstand aus den ehemaligen französischen Kantonen Düren und Froitzheim sowie Teilen der Kantone Eschweiler, Kerpen und Linnich. Dazu gehörten außer der Stadt Düren die Gemeinden Langerwehe und Weisweiler sowie 22 Bürgermeistereien. Parallel entstand der Kreis Jülich aus 19 Bürgermeistereien. Beide Kreise gehörten zum Regierungsbezirk Aachen in der Provinz Jülich-Kleve-Berg. In den folgenden Jahrzehnten kam es zu mehreren Änderungen der Kreisgebiete.

Am 1. Januar 1972 trat eine umfangreiche Kommunalreform nach dem Aachen-Gesetz in Kraft. Der Kreis Jülich wurde aufgelöst und Teil des neuen Kreises Düren. Heimbach aus dem bisherigen Kreis Schleiden sowie Schmidt und Vossenack aus dem bisherigen Kreis Monschau kamen ebenfalls neu hinzu. Heimbach und Schmidt wurden Teil der Kommune Nideggen. Bezüglich Heimbach wurde die Entscheidung am 4. August 1972 vom Oberverwaltungsgericht aufgehoben, Vossenack wurde durch das Aachen-Gesetz der neu gebildeten Gemeinde Hürtgenwald. Einige Gemeinden wie Weisweiler gingen vom Kreis Düren an die Stadt Eschweiler.
Ebenfalls 1972 wurde der Regierungsbezirk Aachen aufgelöst und der Kreis Düren kam zum Regierungsbezirk Köln.
Am 1. Januar 1975 trat eine weitere Gebietsreform nach dem Köln-Gesetz in Kraft. Dabei wurden die Ortsteile Wissersheim, Pingsheim und Dorweiler von Erftstadt nach Nörvenich im Kreis Düren umgegliedert.
Am 25. Mai 2009 erhielt der Kreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.
Im November 2021 gab Landrat Spelthahn bekannt, dass der Kreis in Rurkreis Düren-Jülich umbenannt werden solle. Am 7. Dezember 2021 stimmte der Kreistag Düren mit großer Mehrheit für die Namensänderung. Aus dem Protest von Bürgern entstand ein Bürgerbegehren gegen die Umbenennung, bei dem bis Ende März rund 13.000 Unterschriften gesammelt wurden. Der Kreistag entschied sich am 19. Mai dafür, einen Bürgerentscheid durchzuführen, und nahm die Entscheidung zur Umbenennung nicht zurück. Der Bürgerentscheid wurde am 18. August 2022 ausgezählt und ergab eine Mehrheit von 83 % Ja-Stimmen für die Beibehaltung des bisherigen Namens.

Der Kreis Düren hatte nach der großen Kommunalreform 1972 zum Jahresende 237.706 Einwohner. Den bisherigen Höchstwert gab es Ende 2004 mit 272.936 Einwohnern. In den folgenden Jahren sank die Zahl auf aktuell 264.638 Menschen. Die Bevölkerungsdichte beträgt damit 281 Einwohner je km². Im Sommer 2020 stellte der Kreis Düren eine „Wachstumsoffensive“ vor. Demnach soll die Einwohnerzahl bis 2025 auf 300.000 Menschen steigen.
Etwa die Hälfte der Einwohner sind nach Angaben im Kommunalprofil von 2015 über 50 Jahre alt und 16,8 % unter 18 Jahre alt. Knapp 10 % der Einwohner sind dort als „nichtdeutsch“ aufgeführt. In den Jahren 2009 bis 2015 gab es jeweils ein Geburtendefizit mit Werten zwischen 673 und 1048.
Die meisten neuen Einwohner zogen aus den benachbarten Großstädten Aachen und Köln sowie aus Eschweiler und Kerpen nach Düren; dorthin zogen umgekehrt auch die meisten Menschen aus Düren. …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Kreis Düren“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Michel Voss, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons