Heimatgeschichte · Hildesheim ·

Landkreis Hildesheim: Geschichte

Landkreis Hildesheim: Geschichte

=== Altkreis Hildesheim (1885–1946) ===
Die frühere Geschichte des Landkreises Hildesheim geht auf die Landdrostei Hildesheim, das Fürstentum Hildesheim (bis 1802 selbständig), das Bistum Hildesheim und den sächsischen Gau Astfala zurück.
Nach der Annexion des Königreichs Hannover 1867 durch Preußen wurde am 1. April 1885 aus dem Amt Hildesheim der erste Landkreis Hildesheim gebildet. Verwaltungssitz war die Stadt Hildesheim, die kreisfrei blieb und dem Landkreis nicht angehörte. Der Landkreis Hildesheim besaß eine Fläche von 234 km². Zwischen 1885 und 1946 gehörten ihm die folgenden Gemeinden an:

==== Einwohnerentwicklung ====

Am 1. Juni 1946 wurde der erste Landkreis Hildesheim mit dem Landkreis Marienburg in Hannover, dessen Gebiet im östlichen Teil des heutigen Landkreises lag und der seinen Verwaltungssitz ebenfalls in Hildesheim hatte, zum Landkreis Hildesheim-Marienburg zusammengeschlossen.
Der ehemalige Landkreis Hildesheim wurde am 1. März 1974 im Zuge der damaligen Kreisreform durch Zusammenlegung der bis dahin kreisfreien Stadt Hildesheim mit dem größten Teil des Landkreises Hildesheim-Marienburg gebildet. Außerdem nahm der Landkreis Hildesheim sechs Gemeinden aus dem Landkreis Gandersheim und die Gemeinde Breinum aus dem Landkreis Alfeld (Leine) auf. Gleichzeitig fielen Bolzum, Wehmingen und Wirringen an den Landkreis Hannover.
Durch § 14 des Achten Gesetzes zur Verwaltungs- und Gebietsreform in Niedersachsen wurden die Altkreise Hildesheim und Alfeld mit Wirkung zum 1. August 1977 aufgelöst und ein neuer Landkreis Hildesheim gebildet. Dieser wurde dadurch erheblich vergrößert. Im Jahre 1981 wurde er um die Gemeinden Coppengrave, Duingen, Hoyershausen, Marienhagen sowie Weenzen (alle heute Samtgemeinde Leinebergland) des Landkreises Holzminden vergrößert.
In der Stadt Alfeld (Leine) ist bis heute noch ein Außensitz der Kreisverwaltung erhalten geblieben.
Eine für den 1. November 2016 geplante Fusion der Landkreise Hildesheim und Peine scheiterte im Juli 2015 in einer Abstimmung im Kreistag Hildesheim.
Am 1. November 2016 wurden folgende Gebietsveränderungen umgesetzt:

Fusion der Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Gronau (Leine), mit Ausnahme von Eime, zur neuen Stadt Gronau (Leine)
Fusion der Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Duingen zur neuen Gemeinde Duingen
Zusammenschluss der neugebildeten Stadt Gronau (Leine) und der neugebildeten Gemeinde Duingen sowie des Fleckens Eime zur neuen Samtgemeinde Leinebergland
Umwandlung der Samtgemeinde Freden (Leine) in die Einheitsgemeinde Freden (Leine)
Umwandlung der Samtgemeinde Lamspringe in die Einheitsgemeinde Lamspringe
Umwandlung der Samtgemeinde Sibbesse in die Einheitsgemeinde Sibbesse

=== Konfessionsstatistik ===
Gemäß dem Zensus 2022 waren (2022) 39,4 % der Einwohner evangelisch, 19,8 % katholisch und 40,8 % konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Hildesheim“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Tim Rademacher, CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons