Heimatgeschichte · Augsburg ·

Landkreis Augsburg: Geschichte

Landkreis Augsburg: Geschichte

=== Landgerichte ===
Auf dem heutigen Kreisgebiet entstanden 1803 die Landgerichtsbezirke Göggingen, Schwabmünchen, Wertingen und Zusmarshausen. Sie gehörten ab 1808 zum Lechkreis und ab 1810 zum Oberdonaukreis. 1810 wurde Augsburg eine kreisunmittelbare Stadt. Ab 1838 gehörten die Landgerichte zum Kreis Schwaben und Neuburg, dem späteren Regierungsbezirk Schwaben.

Das Bezirksamt Göggingen wurde zum 1. Juli 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Göggingen und Schwabmünchen gebildet. Doch wurde der Sitz des Bezirksamtes Göggingen bereits am 1. Oktober 1862 nach Augsburg verlegt und somit das Bezirksamt in Bezirksamt Augsburg umbenannt. Es war für die Gemeinden der Landgerichte älterer Ordnung Göggingen (bzw. ab Oktober 1862 Augsburg) und Schwabmünchen zuständig.
Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Augsburg am 1. Januar 1880 Gemeinden der Bezirksämter Krumbach und Mindelheim.
Am 1. Oktober 1900 wurde im Zuge einer Neugliederung der Bezirke das Bezirksamt Schwabmünchen durch Ausgliederung von 32 Gemeinden des Bezirksamts Augsburg errichtet.
Am 1. Januar 1911 trat das Bezirksamt die Gemeinden Oberhausen und Pfersee an die Stadt Augsburg ab. Kriegshaber folgte am 1. April 1916.
Am 1. Oktober 1929 wurden bis auf sieben Gemeinden, die zum Bezirksamt Wertingen kamen, alle Gemeinden des aufgelösten Bezirksamts Zusmarshausen in das Bezirksamt Augsburg eingegliedert.

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Augsburg, Schwabmünchen und Wertingen.

Bei der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 ein neuer Landkreis gebildet, der zunächst die Bezeichnung Landkreis Augsburg-West erhielt. Zu seinen Bestandteilen wurden

alle Gemeinden des alten Landkreises Augsburg mit Ausnahme der Städte Göggingen und Haunstetten sowie der Gemeinden Inningen und Bergheim, die in die kreisfreie Stadt Augsburg eingemeindet wurden sowie der Gemeinden Schönebach und Uttenhofen, die in den Landkreis Günzburg umgegliedert wurden
alle Gemeinden des aufgelösten Landkreises Schwabmünchen
28 Gemeinden des aufgelösten Landkreises Wertingen
die Gemeinden Ellgau und Nordendorf des aufgelösten Landkreises Donauwörth
die Gemeinde Traunried des aufgelösten Landkreises Mindelheim sowie
die Gemeinden Heimpersdorf, Neukirchen, Oberbaar, Thierhaupten und Unterbaar des aufgelösten Landkreises Neuburg an der Donau.
Augsburg wurde Sitz des neuen Landkreises, der am 1. Mai 1973, zeitgleich mit der Namensänderung des Landkreises Augsburg-Ost in Landkreis Aichach-Friedberg, seine noch heute gültige Bezeichnung „Landkreis Augsburg“ erhielt.
Am 1. Mai 1978 wechselte die Gemeinde Traunried aus dem Landkreis Augsburg in den Landkreis Unterallgäu und wurde dort in die Gemeinde Ettringen eingegliedert. Am 1. Januar 1994 wurde der Landkreis geringfügig verkleinert, als die Gemeinde Baar durch Ausgliederung aus der Gemeinde Thierhaupten wieder selbständig und in den Landkreis Aichach-Friedberg umgegliedert wurde.

Josef Hipper (1913–1926)
Max Mayer (1927–1931)
Ernst Recht (1931–1934)
Ludwig Brauneiser (1935–1945)
Josef Hamberger (1946–1948)
Albert Kaifer (1948–1962)
Fritz Wiesenthal (1962–1972)
Franz Xaver Frey (1972–1987)
Karl Vogele (1988–2008)
Martin Sailer (seit 1. Mai 2008) …

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Augsburg“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Jkü, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons