Heimatgeschichte · Rosenheim ·

Landkreis Rosenheim: Geschichte

=== Bis 1800 ===
Im 1. Jahrhundert befand sich bei Rosenheim eine Brücke über den Inn (lateinisch „Aenus“), der die Grenze zwischen den römischen Provinzen Raetien und Noricum bildete. Diese Brücke, lat. Pons Aeni (übersetzt „Innbrücke“), und die zugehörige römische Siedlung lag wohl bei Pfaffenhofen am Inn. Im zwölften Jahrhundert ging das Gebiet in den Besitz der Wittelsbacher über, die alten Stammesherzogtümer wurden durch die landesherrlichen Gerichte und Ämter ersetzt.

1803 wurde das Landgericht Aibling errichtet, doch bereits 1807 wieder aufgelöst. Gleichzeitig wurde das Landgericht Rosenheim neu umschrieben. Ferner gab es im Norden des heutigen Landkreises das Landgericht Wasserburg. Alle Landgerichte gehörten ab 1810 zum Isarkreis, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde. Neben den Landgerichten gab es im heutigen Kreisgebiet noch Herrschafts- bzw. Patrimonialgerichte und Hofmarken, die erst 1848 aufgelöst wurden. 1838 wurde das Landgericht Aibling wieder errichtet. Ferner entstand das Landgericht Haag. 1853 wurde das Landgericht Prien anstelle des 1848 aufgelösten Gräfl. Preysing'schen Herrschaftsgerichts errichtet.

Im Jahr 1862 bildeten die Landgerichte Rosenheim, Prien und Aibling das Bezirksamt Rosenheim als Verwaltungsbehörde unter einem „Kgl. Bezirksamtmann“. Die Landgerichte Wasserburg und Haag bildeten das Bezirksamt Wasserburg. Im Jahr 1864 erhielt die Gemeinde Rosenheim durch den Bayerischen König Ludwig II. die Stadtrechte. Am 1. April 1870 wurde sie eine kreisunmittelbare Stadt.
Am 1. Januar 1900 wurde für den Raum Bad Aibling ein eigenes Bezirksamt errichtet. Dafür gab das Bezirksamt Rosenheim 22 Gemeinden ab, bekam jedoch die vier Gemeinden Breitbrunn, Chiemsee, Gstadt und Eggstätt des Bezirksamtes Traunstein.

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Bad Aibling, Rosenheim und Wasserburg.
Am 1. Juli 1967 wurde die Gemeinde Happing in die Stadt Rosenheim eingemeindet.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 der Landkreis Rosenheim deutlich vergrößert. Neu zum Landkreis kamen

alle Gemeinden des aufgelösten Landkreises Bad Aibling bis auf die Gemeinde Helfendorf, die zum Landkreis München kam, und
die Stadt Wasserburg am Inn sowie die Gemeinden Albaching, Amerang, Attel, Babensham, Edling, Eiselfing, Griesstätt, Kling, Pfaffing, Ramerberg, Rott am Inn, Schonstett und Soyen aus dem aufgelösten Landkreis Wasserburg am Inn. Das restliche Gebiet des Landkreises Wasserburg kam zu den Landkreisen Mühldorf am Inn, Erding und Ebersberg.
Am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinde Aising und wesentliche Teile der aufgelösten Gemeinden Pang und Westerndorf St. Peter, das am 26. September 1951 umbenannt wurde (vorher: Westerndorf), in die Stadt Rosenheim eingemeindet.
Gleichzeitig wurde der größte Teil der Gemeinde Lampferding aus dem Landkreis Ebersberg nach Tuntenhausen im Landkreis Rosenheim eingegliedert.

Der Landkreis Rosenheim gewann von 1988 bis 2008 fast 53.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um rund 27 %. Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Landkreis von 195.417 auf 260.983 um 65.566 Einwohner bzw. um 33,6 %.
Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987:

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Rosenheim“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0