Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: Geschichte
Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wurde infolge der Kreisgebietsreform am 1. August 2008 durch Fusion der bei der Kreisreform 1994 geformten Landkreise Sächsische Schweiz und Weißeritzkreis gebildet. Der Name des neuen Landkreises war bei Regierung und Bevölkerung umstritten. Den vom Innenministerium vorgeschlagenen Namen Elbe-Weißeritz-Kreis lehnten die Kreisräte mehrheitlich ab, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erschien vielen jedoch zu lang.
Als Sitz des Landratsamtes wurde Pirna bestimmt. Dippoldiswalde, die Kreisstadt des Weißeritzkreises, wurde Große Kreisstadt. Damit führen die Städte Pirna, Dippoldiswalde, Freital und Sebnitz den Sonderstatus Große Kreisstadt. In allen Großen Kreisstädten befinden sich Bürgerbüros des Landratsamtes. Von Januar 2009 bis Dezember 2011 wurde das Schloss Sonnenstein in Pirna denkmalgerecht saniert und zum Sitz des Landratsamtes umgebaut. Seit dem 19. Dezember 2011 befindet sich der Kreissitz auf dem Sonnenstein.
Die Region war vom Hochwasser in Mitteleuropa 2013 betroffen. Bei dieser Flutkatastrophen traten die Elbe und deren Nebenflüsse infolge einer Vb-Wetterlage über die Ufer.
Im Jahr 2015 geriet der Landkreis durch fremdenfeindliche Proteste und Ausschreitungen unter anderem in Freital und Heidenau bundesweit in die Schlagzeilen. Anlass hierfür war die Einrichtung von neuen Asylbewerberheimen in den Gemeinden des Kreises infolge der 2015 stark gestiegenen Flüchtlingszahlen.
Im Juli 2022 wurde durch einen Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz in den Gemeinden Bad Schandau und Sebnitz Katastrophenalarm ausgelöst. Nach etwa vier Wochen waren die meisten der schwer erreichbaren Bandherde gelöscht.