Heimatgeschichte · Krefeld ·

Krefeld: Geschichte

Krefeld: Geschichte

=== Römische Zeit ===

Im 1. Jahrhundert n. Chr. erbauten die Römer am Rhein auf dem Gebiet des heutigen Krefelder Stadtteils Gellep das Kastell Gelduba. Auf dem von der Antike bis ins frühe Mittelalter ständig belegten Gräberfeld im Vorfeld des Kastells wurde 1962 das wegen seiner herausragenden Ausstattung und Unberührtheit berühmte Grab des Frankenfürsten Arpvar entdeckt, in einer Gruppe mit weiteren fünf bemerkenswerten „Fürstengräbern“, die allerdings antik weitgehend ausgeraubt waren. An verschiedenen anderen Plätzen im Krefelder Stadtgebiet fanden sich die Überreste römischer Landhäuser sowie die einer Tempelanlage im Gebiet „Elfrath“. Auf Uerdinger Gebiet lag ein befestigtes Lager des römischen Feldherrn Marcus Hordeonius Flaccus, das „Castra Ordeonii“.
Die ersten urkundlichen Erwähnungen von Orten auf dem heutigen Stadtgebiet erfolgten 732 mit einem Hof in Hohenbudberg und 809 mit Uerdingen. Im 12. Jahrhundert begann Otto von Linn nach seiner Rückkehr vom Dritten Kreuzzug, die Burg Linn zu einer Festung auszubauen. Die Stadt Linn wurde in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts durch Graf Dietrich VIII. von Kleve im Osten der Vorburg zur Burg Linn gegründet. Um 1200 errichteten die Herren von Rode Haus Rath wahrscheinlich als befestigte Zollstation an der Hohen Straße im heutigen Stadtteil Elfrath. Haus Rath wird erstmals 1246 in einer Urkunde des Grafen von Geldern als Lehen erwähnt.

Krefeld wird erstmals 1105 im Urbar des Klosters Werden erwähnt. Erst im Hochmittelalter wuchs eine Bauernsiedlung an einem Ort namens „Krinvelde“; die Herkunft des Namens ist unklar. 1361 gestattete Kaiser Karl IV. dem Grafen Dietrich VI. von Moers, in Krefeld einen Jahr- und Wochenmarkt mit den üblichen Privilegien zu erlauben. Es folgte am 1. Oktober 1373 die Ermächtigung von Kaiser Karl IV. durch Urkunde an den Grafen Friedrich III. (Moers), den Ort mit den Privilegien und Rechten einer Stadt auszustatten und zu befestigen. Dieses Datum gilt als Geburtstag der Stadt Krefeld. Um 1400 wurde zur besseren Verteidigung Krefelds die Burg Cracau etwa 800 Meter östlich der Stadt errichtet. Sie existierte bis ins 17. Jahrhundert, heute sind noch Mauerreste der Wehranlagen an der Bogenstraße zu sehen. Die älteste Krefelder Kirche, die Dionysiuskirche (heute Alte Kirche), wurde auf einem aus dem 12. Jahrhundert stammenden Bau errichtet und erhielt 1472 einen neuen Turm. Durch die Erlaubnis für den Bau einer Stadtbefestigung war der Ort, der zur Grafschaft Moers gehörte, besser vor Übergriffen durch Räuberbanden geschützt. Insbesondere die Herren auf der nahegelegenen Burg Linn betrieben Raubritter­tum. Die Burg gehörte damals zur Grafschaft Kleve. Heinrich von Strünkede war Amtmann der Mechthild von Geldern auf der Linner Burg und wurde zu Raubzügen gegen Krefeld ausgeschickt. …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Krefeld“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: unbekannt, Public domain – Wikimedia Commons