Heimatgeschichte · Rastatt ·

Landkreis Rastatt: Geschichte

Landkreis Rastatt: Geschichte

=== Bezirksamt Rastatt ===
In der Markgrafschaft Baden im 19. Jahrhundert sowie im von 1803 bis 1806 bestehenden Kurfürstentum Baden bestand das Oberamt Rastatt. Nachdem aus dem Kurfürstentum Baden 1806 das Großherzogtum Baden geworden war, gehörte das Oberamt Rastatt zur Provinz des Mittelrheins. Durch das Organisationsrescript vom 26. November 1809 wurde das Oberamt Rastatt im zwei Ämter aufgespalten. Zum Stadt- und ersten Landamt Rastatt kamen die Stadt Rastatt sowie unter anderem die Orte Haueneberstein, Hügelsheim, Iffezheim, Kuppenheim und Oos. Zum Zweiten Landamt Rastatt kam im Wesentlichen das Gebiet der heutigen Gemeinden Au am Rhein, Bietigheim, Bischweier, Durmersheim, Elchesheim-Illingen, Gaggenau, Muggensturm, Ötigheim und Steinmauern. Beide Ämter wurden dem neuen Murgkreis zugeordnet. 1819 wurden beide Ämter wieder zu einem Oberamt Rastatt vereinigt. Nach der Aufhebung des Murgkreises im gleichen Jahr gehörte das Oberamt Rastatt nun zum Murg- und Pfinzkreis. Ab 1832 gehörte das Amt zum Mittelrheinkreis und seit 1864 zum Kreis Baden im Landeskommissärbezirk Karlsruhe.
Am 1. Mai 1872 wurden die Gemeinden des aufgelösten Bezirksamts Gernsbach in das Bezirksamt Rastatt eingegliedert und am 1. Januar 1891 wechselte die Gemeinde Stollhofen aus dem Bezirksamt Rastatt zum Bezirksamt Bühl.
Im Rahmen der Auflösung des Bezirksamts Baden am 1. April 1924 wurden die Stadt Baden sowie die Gemeinden Balg, Ebersteinburg, Haueneberstein, Oos und Sandweier in das Bezirksamt Rastatt eingegliedert. Seit dem 1. September 1931 lautete der amtliche Name der Stadt Baden Baden-Baden. Am 1. Oktober 1936 kam auch die Gemeinde Malsch des aufgelösten Bezirksamts Ettlingen zum Bezirksamt Rastatt.

Seit dem 1. Januar 1939 hieß das Bezirksamt Rastatt Landkreis Rastatt. Am 1. April 1939 wechselte die Gemeinde Malsch aus dem Landkreis Rastatt in den Landkreis Karlsruhe. Am 29. Juni 1939 schied die Stadt Baden-Baden aus dem Landkreis Rastatt aus und bildete einen eigenen Stadtkreis.
Der Landkreis Rastatt fiel 1945 als nördlichster badischer Landkreis der Französischen Besatzungszone zu und gehörte somit bis 1952 zum neu umgrenzten südlichen Land Baden. Von 1952 bis 1972 befand sich der Landkreis beim Regierungsbezirk Südbaden, seit 1973 beim Regierungsbezirk Karlsruhe.
Am 1. Januar 1972 wurde Ebersteinburg dem Stadtkreis Baden-Baden angegliedert. Am 1. April 1972 wurde Waldprechtsweier in den Landkreis Karlsruhe und der bis dahin zur Gemeinde Bernbach im Landkreis Calw gehörende Anteil des Ortes Moosbronn in die Stadt Gaggenau und damit in den Landkreis Rastatt umgegliedert.
Bei der Kreisreform wurde der (alte) Landkreis Rastatt am 1. Januar 1973 mit den meisten Gemeinden des Landkreises Bühl, drei Gemeinden des Landkreises Kehl und der ehemals württembergischen Gemeinde Loffenau des Landkreises Calw zum neuen Landkreis Rastatt vereinigt. Der Stadtkreis Baden-Baden blieb weiterhin erhalten, nachdem zuvor bereits in den 1950er Jahren erfolglos versucht worden war, ihn in den Landkreis zu integrieren. Baden-Baden ist somit heute der kleinste Stadtkreis in Baden-Württemberg.

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Gemäß dem Zensus 2022 waren am 25. Mai 2022 44,1 % der Einwohner katholisch, 15,0 % evangelisch, und 40,9 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Rastatt“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Gerd Eichmann, CC BY 4.0 – Wikimedia Commons