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Halle (Saale): Sehenswürdigkeiten

Halle (Saale): Sehenswürdigkeiten

Die Innenstadt von Halle wird seit Anfang der 1990er Jahre fast restauriert und erstrahlt dort, wo dieser Prozess bereits beendet ist, in neuem Glanz mit zahlreichen stuckverzierten Altbauten.
Bemerkenswert ist der aufgrund geringer Kriegszerstörungen hohe Altbaubestand, vor allem aus der Gründerzeit. Allerdings wurden große verfallene Teile der Altstadt, vor allem um den Dom, mit unpassenden industriell gefertigten Plattenbauten ersetzt, oder nach der Wende mit Neubauten ergänzt. Es sind nur sehr wenige Fachwerkbauten übriggeblieben.
In der Halle Card (siehe unter Mobilität) sind folgende Museen und Einrichtungen inkludiert: die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen, das Stadtmuseum Halle, das Beatles-Museum, das Landesmuseum für Vorgeschichte, das Händelhaus, das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), die Gedenkstätte ROTER OCHSE, die Oberburg der Burg Giebichenstein, die Halloren Erlebniswelt, das Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus, das Salinemuseum Halle (derzeit im Umbau) und der Bergzoo. Dabei lohnt sich insbesondere das 2-Tage-Ticket, da man die Einrichtungen nicht an einem Tag schafft.

Halle liegt an den Ferienstraßen Fürstenstraße der Wettiner, Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt, Himmelswege, Lutherweg Sachsen-Anhalt und Straße der Romanik.

1 Hallescher Dom, Domstraße 3, 06108 Halle (Saale) (Altstadt). Tel.: +49 (0)345 202 13 79, E-Mail: halle-reformiert@t-online.de ​ . Der Dom liegt an der Saale, nahe der Altstadt. Er wurde von dem Bettelorden der Dominikaner gegründet. Um 1300 war er fertig und hieß zunächst St. Paul zum heiligen Kreuz. Die Hallenkirche hatte keinen Turm und kein Querhaus. Um 1510 wurde der Dom von Kardinal Albrecht durch Bastian Binder total umgebaut. Albrecht, der um seinen Seelenfrieden im Himmel fürchtete, sammelte bis zu 20.000 Reliquien. Der Aufbewahrungsort, der Dom, wurde das „Hallesche Heilthum“ genannt. Den prächtigen Innenausbau schufen um 1523 Matthias Grünewald, Lukas Cranach d. Ä. und Peter Schro. Durch den Umbau entstand ein Gesamtkunstwerk im Stile von Spätbarock und Frührenaissance. Der rundgiebelige Dom war im Mittelalter das größte Sakralbauwerk in Mitteldeutschland. Als Gegner der Reformation musste Kardinal Albrecht 1541 Halle verlassen und das Ansehen des Domes wurde geschmälert. 1635 baute der Herzog August von Sachsen noch eine reichhaltige frühbarocke Ausstattung ein. Ab 1688 diente er den Evangelisch-Reformierten als Kirche. 1851 wurde die barocke Orgel erneuert. 1883-1896 wurde der Innenraum im neu-gotischen Stil erneuert. 1957-1959 wurden die Außenmauern und der Innenraum im Zeichen großer Materialknappheit notdürftig renoviert. 1996 kaufte die Domstiftung Sachsen-Anhalt das Gebäude und es begann eine Sanierung von Grund auf. Diese Arbeiten an der Bausubstanz waren 2005 im wesentlichen abgeschlossen, die Kunstwerke müssen jedoch weiterhin restauriert werden. Im Dom finden regelmäßig Ausstellungen und Veranstaltungen statt. …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikivoyage – „Halle (Saale)“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Ralf Lotys (Sicherlich), CC BY 3.0 – Wikimedia Commons