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Landkreis Fulda: Geschichte

Landkreis Fulda: Geschichte

Der Kreis Fulda wurde 1821 geschaffen, nachdem das Großherzogtum Fulda 1816 zum Kurfürstentum Hessen gekommen war und in vier Kreise aufgeteilt wurde. Im Jahre 1856 wechselte die Gemeinde Rödergrund vom Kreis Hünfeld in den Kreis Fulda und wurde Teil der Gemeinde Rödergrund-Egelmes. Als nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 das Kurfürstentum Hessen und die bayerischen Bezirke Gersfeld und Orb von Preußen annektiert wurden, wurde dieses Gebiet zum neuen Regierungsbezirk Kassel der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Das heutige Kreisgebiet wurde in die Kreise Fulda, Gersfeld und Hünfeld eingeteilt.
Im Jahre 1927 schied die Stadt Fulda aus dem Kreis Fulda aus und wurde kreisfrei. 1932 wurde der Landkreis Fulda mit dem Kreis Gersfeld vereinigt. Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurden am 31. Dezember 1971, am 1. April und am 1. August 1972 die zahlreichen kleineren Gemeinden im alten Kreisgebiet zu insgesamt 17 Großgemeinden vereinigt.
Durch das Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fulda und Hünfeld und der Stadt Fulda wurde der Umfang des Landkreises Fulda am 1. August 1972 deutlich verändert:

Aus dem aufgelösten Landkreis Hünfeld kamen die fünf Gemeinden Burghaun, Eiterfeld, Hünfeld, Nüsttal und Rasdorf zum Landkreis Fulda hinzu. Die Gemeinde Haunetal des Landkreises Hünfeld kam zum Landkreis Hersfeld-Rotenburg.
Die Gemeinden Oberkalbach und Uttrichshausen des aufgelösten Landkreises Schlüchtern wurden in die Gemeinde Kalbach im Landkreis Fulda eingegliedert.
24 Gemeinden schieden aus dem Landkreis Fulda aus und wurden in die kreisfreie Stadt Fulda eingegliedert.
Die Gemeinde Weidenau schied aus dem Landkreis Fulda aus und wurde in die Gemeinde Freiensteinau des neuen Vogelsbergkreises eingegliedert.
Am 1. Juli 1974 verlor die Stadt Fulda ihren Status als kreisfreie Stadt und wurde in den Landkreis Fulda eingegliedert, womit dieser seine heutige Ausdehnung mit insgesamt 23 Gemeinden erreichte.

=== Konfessionsstatistik ===
Laut Zensus 2011 gehörten 62,2 % der Einwohner der katholischen Kirche und 20,0 % der evangelischen Kirche an. 17,7 % der Einwohner bekannten sich zu einer anderen Religion bzw. Konfession (u. a. Muslime, orthodoxe Christen) oder waren konfessionslos.
Die Zahl der Protestanten ist seitdem gesunken. Laut kirchlicher Statistik waren August 2020 42.000 (18,9 %) der 223.145 Einwohner evangelisch. Im Vorjahr gehörten 42.419 Einwohner der evangelischen Kirche an. Mit Stand 2024 gab es noch 39.300 evangelische Christinnen und Christen.

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Fulda“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Ulrich Matthias, CC BY 3.0 – Wikimedia Commons