Bodenseekreis: Geschichte
Der Bodenseekreis wurde durch die Kreisreform zum 1. Januar 1973 durch Vereinigung des Landkreises Tettnang mit dem Großteil des Landkreises Überlingen gebildet.
Der Landkreis Tettnang war 1934 aus dem alten württembergischen Oberamt Tettnang hervorgegangen, das 1810 errichtet worden war. 1938 wurde der Landkreis Tettnang in Landkreis Friedrichshafen umbenannt, jedoch später wieder rückbenannt. Der Landkreis Überlingen wurde 1936 durch Vereinigung der badischen Bezirksämter Überlingen und Pfullendorf gebildet, die 1857 durch Vereinigung mehrerer Ämter errichtet worden waren. Mit der Kreisreform 1973 wurden ehemals badische und württembergische Teile zu einem Landkreis vereinigt.
Der neue Landkreis bestand zu Beginn aus 32 Gemeinden. Die folgenden Gemeinden wurden in den Jahren darauf eingemeindet:
1. April 1974: Deisendorf nach Überlingen
1. Juli 1974: Hödingen und Nesselwangen nach Überlingen
1. Januar 1975: Hattenweiler, Heiligenberg und Wintersulgen vereinigt zur neuen Gemeinde Heiligenberg
1. Januar 1975: Billafingen nach Owingen
1. Januar 1975: Beuren nach Salem
1. Januar 1975: Bonndorf und Nußdorf nach Überlingen
1975 wurde Kau von Meckenbeuren nach Tettnang umgemeindet
1977 wurde Ellenfurt von Heiligenberg nach Deggenhausertal umgemeindet
Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Bodenseekreis noch 23 Gemeinden, darunter fünf Städte und hiervon wiederum zwei Große Kreisstädte (Friedrichshafen und Überlingen). Größte Stadt des Kreises ist Friedrichshafen, kleinste Gemeinde ist Stetten.
Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).
Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder im Kreis sinkt jährlich um einen Prozentpunkt. Gemäß dem Zensus 2022 waren 40,8 % der Einwohner katholisch, 15,6 % evangelisch, und 43,6 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.