Erfurt: Sehenswürdigkeiten
=== Kirchen ===
Der bekannteste Sakralbau Erfurts und die erste Zierde der Stadt ist der 1 Mariendom 50.97586911.023414 Typ aus Wikidata bezogen, die katholische Hauptkirche, die sich auf dem Domberg, unweit des Petersbergs, mit der dicht neben dem Dom ebenso hochstehenden St.-Severikirche erhebt. Zu beiden Kirchen steigt man auf 48 breiten steinernen Stufen, von welchen der frühere Name des Platzes „Vor den Graden“ (Stufen) herrührt. ( Es gibt auch einen weniger spektakulären Zugang an der Nordseite über eine Rampe.)
Der Dom ist nicht nach einem Plan gebaut, sondern aus einzelnen, in verschiedenen Stilen gearbeiteten Teilen zusammengesetzt und hat die größten Unregelmäßigkeiten. Das Langhaus, zwar 1153 gegründet, aber im 15. Jahrhundert völlig gotisch umgebaut, erhielt am Anfang des 13. Jahrhunderts einen schönen Kreuzgang, dazu kam von 1349 bis 1372 der herrliche lange Chor, der seltsamerweise der Hauptteil des ganzen Baues ist. Ebenso seltsam ist die Stellung der Türme zwischen Chor und Langhaus und der hübsche dreieckige Portalbau an der Nordseite des Langhauses. Unter dem auf mächtigen Substruktionen, der sogen. Kavate, ruhenden Chor liegt eine aus der Mitte des 14. Jahrhunderts stammende Krypta. An bedeutenden Kunstwerken besitzt das Innere des Doms ein Steindenkmal des Grafen Ernst III. von Gleichen und seiner zwei angeblich gleichzeitigen Gemahlinnen aus dem 13. Jahrhundert sowie eine eherne Grabplatte mit der Krönung Mariae von Peter Vischer (1521). Im nördlichen Turm hängt die große, 1497 gegossene, 11.450 Kilogramm schwere Glocke Maria Gloriosa. In einer Nische des Giebels über dem Westportal steht eine 9 m hohe, in Mosaik ausgeführte Madonnenstatue, ein ausgezeichnetes Kunstwerk aus der Mosaikfabrik von Salviati in Venedig.
Neben dem Dom liegt die gotische fünfschiffige Hallenkirche 2 St. Severi 50.976085511.022415767746 mit einem prächtigen kolossalen Taufstein aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Sie ist im reinsten gotischen Stil mit strenger Regelmäßigkeit und doch mit der gefälligsten Leichtigkeit erbaut. Erwähnung verdienen der Schnitzaltar im Chor, der große Kronleuchter mit den zwölf Aposteln und vorzüglich das Denkmal des Ritters Theoderich von Lichtenhain (von 1266). …