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Lübeck: Sehenswürdigkeiten

Lübeck: Sehenswürdigkeiten

Lübeck ist die „Stadt der sieben Türme“. Eigentlich ist die gesamte Altstadt ein einziges Schmuckkästchen mit Backsteinbauten, Kirchtürmen, engen Gässchen und schönen Plätzen am Wasser. Sie gehört deshalb auch zum UNESCO-Welterbe. In den Neustadtvierteln rund um die Altstadtinsel gibt es zahlreiche Straßenzüge mit gut erhaltenen Gründerzeithäusern.

Auf der Altstadtinsel gibt es sechs mittelalterliche Backstein-Kirchen. (Gottesdienste

Die 1 St.Marien-Kirche​ ​ 53.867710.685, erbaut im 13./14. Jahrhundert prägt bis heute die Silhouette Lübecks. Deutliche Spuren haben auch die Reformation und die Barockzeit hinterlassen. Doch auch die Wunden von Krieg und Zerstörung gehören zu St. Marien. Die Marienkirche ist eine Basilika. Das heißt, sie besteht aus einem hohen Mittelschiff und zwei niedrigeren Seitenschiffen in West-Ost-Richtung. Im Osten des Hauptschiffs liegen der Chor und der Chorumgang. Gesäumt ist der Bau von 18 auf verschiedenste Art gestalteten und genutzten Kapelle.
Die 2 St.-Jakobi-Kirche​ ​ 53.870910.689 ist die Kirche der Seefahrer, denn im Norden der Stadt lebten seit der Zeit der Hanse nahezu alle, die mit der Seefahrt zu tun hatten. Schon 1227 wird im ersten Oberstadtbuch auch St. Jakobi mitsamt einem Friedhof erwähnt, zugleich mit den Schwesterkirchen St. Petri und St. Aegidien. Beim Bau entschied man sich für eine Stufenhallenkirche. Bei dieser ist das Mittelschiff etwas höher als die Seitenschiffe, die jedoch ein einheitliches Dach überdeckt. Die Weihe der Kirche erfolgte erst mit Fertigstellung des Hochaltars am 12. Juni 1334. Der 1628 stark baufällig gewordene Turm wurde 1636 im oberen Geschoss erneuert und bekam einige Jahre später den von Stadtbaumeister Kaspar Walter entworfenen neuen Helm mit den charakteristischen vier Kugeln. In St. Jakobi befinden sich die drei letzten historischen Orgeln Lübecks mit reichem originalen Pfeifenbestand.
Die 3 St.Aegidien-Kirche​ ​ 53.863910.6898, auch Aegidienkirche, ist die kleinste und östlichste der Lübecker Innenstadtkirchen. Sie war das Zentrum des Viertels der Handwerker, das auf dem östlichen Abhang des Innenstadthügels in Richtung Wakenitz angesiedelt war. St. Aegidien wurde 1227 das erste Mal urkundlich erwähnt. Äußerlich weist die ursprünglich einschiffige, später durch Seitenkapellen ergänzte dreischiffige Hallenkirche die typischen Merkmale der Backsteingotik auf.
Die 4 St.Petri-Kirche​ ​ 53.865810.6833 wurde erstmals im Jahr 1170 erwähnt. Um 1290 entstand ein dreischiffiger, gotischer Hallenchor. Sie war neben der Marienkirche die zweite Lübecker Marktkirche. Im 15. Jahrhundert erfolgte der Ausbau zur heutigen Erscheinung: Eine gotische, fünfschiffige Hallenkirche aus Backsteinen mit fünf Jochen. Während des Luftangriffs auf Lübeck am Palmsonntag 1942 brannte die Petrikirche völlig aus. Erst 1987 war die Kirche äußerlich wieder vollständig aufgebaut. …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikivoyage – „Lübeck“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Jean Pierre Hintze from Lübeck, Germany, Germany/ France, CC BY-SA 2.0 – Wikimedia Commons