Heimatgeschichte · Mainz-Bingen ·

Landkreis Mainz-Bingen: Geschichte

Landkreis Mainz-Bingen: Geschichte

Das Gebiet des heutigen Landkreises Mainz-Bingen war vor 1792 in zahlreiche Herrschaftsgebiete zersplittert, von denen die Kurfürsten von der Pfalz den größten Anteil hatten, gefolgt von den Mainzer Kurfürsten.
Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer im Ersten Koalitionskrieg französisch besetzt. Von der französischen Regierung wurde 1798 die Verwaltung des Linken Rheinufers nach französischem Vorbild reorganisiert. Das Gebiet des heutigen Landkreises Mainz-Bingen war von 1798 bis 1814 überwiegend Teil des Departements Donnersberg (Mont Tonnerre) mit dem Hauptort (chef-lieu) Mainz, während das Gebiet nördlich der Nahe zum Departement Rhein-Mosel (Rhin-et-Moselle) mit Sitz in Koblenz gehörte. Nach dem Wiener Kongress 1815 kam der nördliche Teil des heutigen Kreises (westlich der Nahe) zum Königreich Preußen (ab 1822 Rheinprovinz), der südliche Teil 1816 zum Großherzogtum Hessen. Innerhalb von Hessen entstanden am 5. Februar 1835 die beiden Kreise Mainz und Bingen. Der Kreis Mainz entstand aus den Kantonen Mainz, Niederolm und Oppenheim. Am 16. Februar 1835 wurde die Stadt Mainz als Kreis Mainz-Stadt aus dem Kreis Mainz ausgegliedert. Am 12. Mai 1852 entstand der Kreis Oppenheim. Die Stadt Mainz gehört ab 1852 wieder zum Kreis Mainz, bis sie 1938 erneut ausschied. Am 7. April 1938 wurde der Kreis Oppenheim aufgelöst und auf die Kreise Mainz und Alzey verteilt. Bei der Kreisreform wurden die beiden Landkreise Mainz und Bingen am 7. Juni 1969 zusammengelegt, wobei auch einige Gebiete der Landkreise Kreuznach und Sankt Goar einbezogen wurden. Am 7. November 1970 kam noch Genheim aus dem Landkreis Bad Kreuznach hinzu. Am 16. März 1974 folgten Dorn-Dürkheim und Wolfsheim aus dem Landkreis Alzey-Worms. Sitz der Kreisverwaltung war zunächst der Erthaler Hof in Mainz; seit dem 1. Januar 1996 ist es Ingelheim am Rhein.

=== Geschichte des Kreises Mainz ===

=== Konfessionsstatistik ===
Laut der Zensus 2022 waren mit Stand Mai 2022 31,8 % der Einwohner römisch-katholisch, 25,6 % evangelisch und 42,6 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung ist seitdem gesunken, der Anteil am Gesamtbevölkerung der Einwohner mit sonstiger oder ohne Konfession nimmt jährlich um fast 2 Prozentpunkten zu. Mit Stand Februar 2026 waren 28,0 % der Einwohner katholisch, 22,3 % evangelisch und 49,7 % gehörten entweder einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder waren Konfessionslos.

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Mainz-Bingen“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Aidexxx, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons