Heimatgeschichte · Euskirchen ·

Kreis Euskirchen: Geschichte

Kreis Euskirchen: Geschichte

=== Der Kreis Euskirchen von 1816 bis 1932 ===
Der Kreis Euskirchen in seiner ursprünglichen Form wurde am 1. Mai 1816 als Kreis Lechenich aus den Bürgermeistereien Enzen, Erp, Euskirchen, Frauenberg, Friesheim, Gymnich, Kommern, Lechenich, Liblar, Lommersum, Nemmenich, Satzvey, Sinzenich, Wachendorf, Weilerswist, Wichterich und Zülpich (heute durch Eingemeindungen Teile der Städte Erftstadt, Euskirchen, Zülpich sowie der Gemeinde Weilerswist) gebildet. Er gehörte zum Regierungsbezirk Cöln, mit dem er zunächst der preußischen Provinz Jülich-Kleve-Berg und ab 1822 der Rheinprovinz zugeordnet war. Am 17. Februar 1827 erfolgte die Umbenennung in „Kreis Euskirchen“ und das Landratsamt wurde von Lechenich nach Euskirchen verlegt.
Durch die Gemeindeordnung für die Rheinprovinz erhielten 1845 alle Orte, die einen eigenen Haushalt führten, den Status einer Gemeinde. Euskirchen und Zülpich erhielten 1856 die Rheinische Städteordnung. Gleichzeitig schied die Gemeinde Billig aus der Bürgermeisterei Euskirchen aus und wechselte zur Bürgermeisterei Wachendorf. Die Gemeinde Bessenich schied aus der Bürgermeisterei Zülpich aus und wechselte zur Bürgermeisterei Nemmenich. Der Kreis Euskirchen umfasste damals eine Fläche von 366 km² und war in 17 Bürgermeistereien mit insgesamt 48 Gemeinden gegliedert:

Die Gemeinde Hoven-Floren wurde 1922 in die Stadt Zülpich eingemeindet. Wie in der gesamten Rheinprovinz wurden 1927 die Landbürgermeistereien des Kreises in Ämter überführt.

Am 1. Oktober 1932 wurde der Kreis Euskirchen zum ersten Mal deutlich vergrößert und umfasste nun eine Fläche von 586 km². Aus dem aufgelösten Kreis Rheinbach wurden die Stadt Münstereifel, das Amt Kuchenheim, das Amt Münstereifel-Land sowie die Gemeinden Esch, Müggenhausen und Straßfeld in den Kreis Euskirchen eingegliedert. Am 23. August 1946 wurde der Kreis ein Teil des neu gegründeten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Seit 1953 wurde er Landkreis Euskirchen genannt. Die Gemeinde Esch wurde 1955 in Dom-Esch umbenannt und die Stadt Münstereifel heißt seit 1967 Bad Münstereifel. Der Landkreis gliederte sich 1968 in vier amtsfreie Gemeinden sowie elf Ämter mit insgesamt 67 amtsangehörigen Gemeinden und besaß die folgende Verwaltungsstruktur:

Durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Euskirchen kam es 1969 zu einer umfassenden Gemeindereform, bei der auch alle Ämter des Kreises aufgelöst wurden: …

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Quelle: Text: Wikipedia – „Kreis Euskirchen“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons