Heimatgeschichte · Ostholstein ·

Kreis Ostholstein: Geschichte

Kreis Ostholstein: Geschichte

Der Kreis Ostholstein entstand am 26. April 1970 im Zuge der Kreisreform in Schleswig-Holstein aus den Kreisen Oldenburg in Holstein und Eutin (ehemaliges Fürstentum Lübeck). Es ist der Kreis in Schleswig-Holstein, in dem der Anteil der amtsfreien Städte und Gemeinden am größten ist. Der Zuschnitt der Gemeinden im Altkreis Eutin hängt mit den Verwaltungsstrukturen im ehemaligen Großherzogtum Oldenburg zusammen.
Die historische Landschaft Ostholstein, der östliche Teil Holsteins, geht über den heutigen Kreis Ostholstein hinaus: Sie umfasst auch den größten Teil des Kreises Plön mit Wagrien; die Begrenzung im Norden und Osten ergibt sich durch die Ostsee, nach Westen hin ist die historische Grenze weniger deutlich; sie ergab sich im Frühmittelalter durch den Limes Saxonicus, einen breiten, kaum besiedelten Landstreifen in Nord-Süd-Richtung von Kiel bis zur Südspitze des Plöner Sees, der die Sprachgrenze zwischen den sächsischen Stämmen im alten Nordalbingien, den drei Gauen Dithmarschen, Holstengau (bevölkert von den Holsten) und Stormarn, sowie den westslawischen Stämmen der Abodriten markierte, die neben der Landschaft Ostholstein auch die Gegend um Lübeck und den Kreis Herzogtum Lauenburg bevölkerten. Die Westgrenze der slawischen Besiedlung, auf die noch heute vielfach Ortsnamen wie Plön, Preetz oder Bosau verweisen, wurde ungefähr durch die Schwentine markiert. Zentrum des slawischen Ostholstein war ein befestigter Fürstensitz in Oldenburg. Im Hochmittelalter unterwarfen die Grafen von Holstein die Slawen und fügten ihre Siedlungsgebiete ihrem Herrschaftsbereich hinzu.

Die Einwohnerzahlen bis 1970 beziehen sich auf den Gebietsstand am 27. Mai 1970.

Gemäß dem Zensus 2022 waren (Stand 15. Mai 2022) 45,6 % der Einwohner evangelisch, 5,9 % katholisch und 48,5 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Der Anteil der evangelischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung ist seitdem gesunken.
Laut kirchlicher Statistik waren mit Stand 30. April 2025 41,5 % der Einwohner evangelisch., mit Stand April 2026 gab es minus 3000 Gemeindeglieder im Kreis im Vergleich zum 30. April 2025.

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Kreis Ostholstein“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Jürgen Pries, CC BY 3.0 – Wikimedia Commons