Landkreis Regensburg: Geschichte
Vor 1803 gehörten die Gebiete des heutigen Landkreises Regensburg vornehmlich zum Hochstift Regensburg (Osten), zum Herzogtum Pfalz-Neuburg (Norden) und zum kurbayerischen Rentamt Straubing (Süden). Durch den Reichsdeputationshauptschluss entstand 1803 das Fürstentum Regensburg. Es war bis 1810 eines der Territorien des Kurerzkanzlers Karl Theodor von Dalberg, seit 1806 Fürstprimas innerhalb des Rheinbundes. Am 22. Mai 1810 trat Dalberg infolge des am 28. Februar 1810 abgeschlossenen Pariser Vertrags das Fürstentum Regensburg an das Königreich Bayern ab.
Bereits 1803 wurde das Landgericht Stadtamhof errichtet. 1810 wurde die Stadt Regensburg eine kreisunmittelbare Stadt. 1811 entstand noch das Landgericht Regenstauf. Ferner gab es seit 1811 das Fürstlich Thurn und Taxis’sche Herrschaftsgericht Wörth, aus dem 1850 das gleichnamige Landgericht errichtet wurde. Die Stadt Regensburg und alle Landgerichte gehörten zum Regenkreis, der 1838 in Oberpfalz und Regensburg umbenannt wurde.
1857 wurde aus 43 Gemeinden des Landgerichts Stadtamhof und einer Gemeinde des Landgerichts Kelheim das neue Landgericht Regensburg errichtet. Das verkleinerte Landgericht Stadtamhof blieb aber weiterhin bestehen.
Das Bezirksamt Regensburg wurde in administrativer Hinsicht im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Regensburg und Wörth gebildet. Ebenso wurden die Landgerichte Regenstauf und Stadtamhof zum Bezirksamt Stadtamhof in administrativer Hinsicht zusammengefasst. Die Stadt Regensburg gehörte diesen Bezirken jedoch nicht an und blieb kreisunmittelbar.
Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Regensburg am 1. Januar 1880 Gemeinden des Bezirksamtes Roding, trat aber die Gemeinde Pittrich an das Bezirksamt Straubing ab. Zum selben Zeitpunkt wurde der Bezirk Stadtamhof um Gemeinden des aufgelösten Bezirksamtes Hemau sowie der Bezirke Kelheim und Roding vergrößert.
Die Gerichtsbezirke innerhalb des Bezirksamts Regensburg wurden 1879 und 1905 verändert. Auch der Bezirk Stadtamhof wurde 1879 durch die Aufnahme von Gemeinden der Nachbarbezirke Hemau, Kelheim und Roding erweitert. Bedeutend vergrößerte sich 1924 das Gebiet der Stadt Regensburg durch Eingemeindungen zulasten des Bezirks Stadtamhof. Am 1. Oktober 1929 wurde das Bezirksamt Stadtamhof schließlich aufgelöst und sein Gebiet dem Bezirksamt Regensburg zugeordnet.
Am 1. April 1938 erhielt die Stadt die Gemeinden Dechbetten, Großprüfening und Ziegetsdorf des Bezirksamtes Regensburg.
Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt Regensburg der Landkreis Regensburg.
Im Jahr 1946 wurde der Landkreis Straubing um die Gemeinden Kirchroth und Zeitldorn des Landkreises Regensburg vergrößert. Gleichzeitig kam die Gemeinde Pfaffenfang vom Landkreis Roding. Sie wurde nach Altenthann eingemeindet.
Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis Regensburg am 1. Juli 1972 deutlich vergrößert. Neu zum Landkreis kamen …