Rheingau-Taunus-Kreis: Geschichte
Der ehemals fränkische Rheingau gehörte von 983 bis 1803 zum Erzstift Mainz und kam dann an das Herzogtum Nassau. Der Untertaunus gehörte westlich der Aar zur Niedergrafschaft Katzenelnbogen und im Übrigen zum Fürstentum Nassau. Nach einem das ehemalige Pays réservé betreffenden Gebietstausch mit Kurhessen im Jahr 1816 war das ganze heutige Kreisgebiet Teil des Herzogtums Nassau. Infolge des Deutschen Krieges von 1866 wurde Nassau vom Königreich Preußen annektiert. Es entstand die Provinz Hessen-Nassau. 1867 wurde die Provinz in Kreise eingeteilt und es entstanden so der Rheingaukreis mit Kreissitz in Rüdesheim am Rhein und der Untertaunuskreis mit Kreissitz in Langenschwalbach, heute Bad Schwalbach. Sie bestanden auch weiter, als das Gebiet nach dem Zweiten Weltkrieg zum Land Hessen kam.
Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurden beide Kreise am 1. Januar 1977 zum Rheingau-Taunus-Kreis vereinigt. Die frühere Gemeinde Niedernhausen mit dem Ortsteil Königshofen kam aus dem Main-Taunus-Kreis hinzu und wurde mit Gemeinden im Untertaunuskreis zu einer Gemeinde mit dem Namen Niedernhausen zusammengeschlossen. Kreisstadt wurde das zentral gelegene Bad Schwalbach.
=== Konfessionsstatistik ===
Laut der Volkszählung 2011 waren 32,1 % der Einwohner evangelisch, 32,5 % römisch-katholisch und 35,3 % gehörten einer sonstigen oder keiner Religionsgesellschaft an oder machten keine Angabe. Der Mitgliederschwund der großen Kirchen hielt seitdem weiter an. Gemäß Zensus 2022 waren (Mai 2022) 25,1 % der Einwohner evangelisch, 25,8 % katholisch und 49,1 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.