Heimatgeschichte · Cloppenburg ·

Landkreis Cloppenburg: Geschichte

Im 19. Jahrhundert existierten auf dem Gebiet des heutigen Landkreises die drei oldenburgischen Ämter Cloppenburg, Löningen und Friesoythe. 1879 wurde das Amt Löningen in das Amt Cloppenburg eingegliedert.
Im Rahmen der oldenburgischen Verwaltungsreform von 1933 wurden die Ämter Cloppenburg und Friesoythe zum Amt Cloppenburg zusammengefasst. Gleichzeitig wurden einige der alten Gemeinden zu neuen Großgemeinden zusammengefasst. Aus dem vergrößerten Amt Cloppenburg wurde 1939 der Landkreis Cloppenburg. Von 1934 bis 1945 war Willi Meyer-Wendeborn NSDAP-Kreisleiter für den Landkreis Cloppenburg.
Die Gemeindereformen von 1933 wurden 1948 teilweise wieder rückgängig gemacht. Bösel, Lindern, Markhausen, Neuscharrel, Ramsloh, Scharrel und Strücklingen wurden dadurch wieder zu eigenständigen Gemeinden.
Seinen heutigen Zuschnitt erhielt der Landkreis Cloppenburg im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen am 1. März 1974:

Die Gemeinden Ramsloh, Scharrel und Strücklingen (ohne die Ortschaft Idafehn) wurden zu einer neuen Gemeinde Saterland zusammengeschlossen.
Die Gemeinden Altenoythe, Markhausen und Neuscharrel sowie die Gemeinden Gehlenberg und Neuvrees aus dem Landkreis Aschendorf-Hümmling wurden in die Stadt Friesoythe eingegliedert.
Die Gemeinde Wachtum aus dem Landkreis Meppen wurde in die Gemeinde Löningen eingegliedert.
Die Ortschaft Idafehn schied aus dem Landkreis aus und wurde in die Gemeinde Ostrhauderfehn im Landkreis Leer eingegliedert.

Der Landkreis Cloppenburg hat eine hohe Geburtenrate.
Im Landkreis Cloppenburg gibt es viele Arbeitsplätze für Geringqualifizierte in der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft.
Im Landkreis Cloppenburg hat ungefähr ein Viertel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Anfang 2019 lebten dort ungefähr 19.000 Ausländer, davon 3623 Kinder und Jugendliche und 11.000 Arbeitsmigranten. Der Ausländeranteil betrug 11,2 %.

Der Landkreis Cloppenburg gehört wie der Landkreis Vechta, der Landkreis Emsland, die ehemaligen Stifte Osnabrück und Hildesheim und das Untereichsfeld zu den Regionen in Niedersachsen, die eine katholische Mehrheit haben. Seit 1990 verändert sich diese Struktur im Landkreis aufgrund des hohen Zuzuges evangelischer Spätaussiedler. Der Anteil der Katholiken im Landkreis Cloppenburg ist von 89,3 Prozent im Jahr 1933 bis 2007 auf 62,0 Prozent gesunken, während die evangelischen Christen im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von 10,5 auf 20,1 Prozent und so genannte „sonstige“ Religionsgemeinschaften von 0,2 auf 17,9 Prozent zu verzeichnen haben. 2011 waren 20,3 % der Einwohner evangelisch, 60,4 % katholisch und 19,3 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe.

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Cloppenburg“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0