Oldenburg (Niedersachsen): Sehenswürdigkeiten
=== Kirchen ===
1 St.-Lamberti-Kirche . Mit ihren prägnanten fünf Türmen erhebt sich die St.-Lamberti-Kirche am Oldenburger Marktplatz. Erbaut zwischen 1155 und 1234 als romanische Saalkirche wurde sie mehrfach umgebaut. Heute lässt der erste äußere Eindruck beispielsweise nicht die sehenswerte, dem römischen Pantheon nachempfundene Rotunde vermuten, die Besucherinnen und Besucher im Inneren erwartet. Eine von fünf Rundkirchen in Deutschland.letzte Änderung: keine Angabe53.1383728.214333
Die wechselvolle Geschichte der Kirche beginnt mit dem Umbau zwischen 1377 und 1531 von einer Saalkirche zu einer gewölbten, dreischiffigen gotischen Hallenkirche. Doch in den folgenden 250 Jahren verfiel sie zunehmend. Zwischen 1791 und 1794 ließ man daher in das baufällige Gemäuer eine neue klassizistische Rotunde mit Eingangshalle ersetzen. Der damalige Herzog Peter Friedrich Ludwig brachte diesen Stil mit nach Oldenburg; er kümmerte sich auch persönlich um die Bauarbeiten an der St.-Lamberti-Kirche. Doch bereits ab 1873 wurde die tempelartige Kirche mit Satteldach und ohne Glockenturm nochmals umgebaut. Um die klassizistische Rotunde wurde die noch heute bestehende neogotische Ummantelung gebaut, sowie der 86 m hohe Glockenturm und vier weitere Türme an den Ecken errichtet. Um den Einbau der Orgel zu ermöglichen, musste 1968 der Haupteingang verlegt und der Innenausbau entsprechend angepasst werden. 2007 wurde die Kirche in der originalen klassizistischen Farbgebung restauriert, die Kapelle wurde zurückgebaut zum Vestibül, die Särge von Graf Anton Günther und seiner Frau kehrten in die Kirche zurück und auch die Kenotaphe zur Erinnerung an den letzten Grafen und den ersten Herzog fanden wieder ihren angestammten Platz. Im Ostteil wurden neue Räume eingebaut, darunter im 1. Stock der große „Lambertus-Saal“ in der neugotischen Apsis der Kirche.
2 Gertrudenkapelle und Friedhof mit Mausoleum (in der Gabelung Alexanderstraße und Nadorster Straße) . Der Baubeginn der der Heiligen Gertrud gewidmeten Kapelle war um 1250. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1428. Sie ist das älteste Gotteshaus in Oldenburg. Ursprünglich gehörte die Kapelle zu einem nicht mehr vorhandenen Siechenhaus, 1480 wurde sie neu errichtet. Mittelalterliche Fresken. Auf dem Friedhof ist ein haushohes Mausoleum im klassizistischen Stil zu finden, das Herzog Peter Friedrich Ludwig für seine früh verstorbene Frau erbauen ließ (Beginn des Klassizismus in Oldenburg). Letzte Ruhestätte berühmter Persönlichkeiten.letzte Änderung: keine Angabe53.14848.21483
3 Dreifaltigkeitskirche . Evangelisch. Erbaut 1614-1616. Saalkirche wurde auf Veranlassung des Grafen Anton Günther errichtet. Enthält ein Jugendstilfenster mit Christus als Weltenrichter.letzte Änderung: keine Angabe53.13038.22192
4 Kath. Kirche St. Peter . Erbaut 1873-1876. Erstes bedeutendes Gebäude der Neogotik in Oldenburg. …