Heimatgeschichte · Burgenlandkreis ·

Burgenlandkreis: Geschichte

Burgenlandkreis: Geschichte

Der Burgenlandkreis entstand durch die im Oktober 2005 vom Landtag Sachsen-Anhalt beschlossene Kreisgebietsreform zum 1. Juli 2007. Dabei fusionierte der bis dahin bereits existierende Burgenlandkreis mit dem Landkreis Weißenfels. Als Planname hatte das Landesverwaltungsamt Landkreis Burgenland bestimmt. In der Kreistagssitzung vom 16. Juli 2007 wurde aber mehrheitlich für den alten Namen Burgenlandkreis gestimmt. Ausschlaggebend waren vor allem die Kosten der Umbenennung. Für die Umarbeitung der Ortsschilder sowie sämtlicher Drucksachen für Ämter und Behörden im ehemaligen Landkreis Weißenfels wurde für die offizielle Einführung des neuen Kreisnamens der 1. August 2007 bestimmt.
Der Kreisname spielt auf die zahlreichen mittelalterlichen Burgen im Kreisgebiet an. Er wurde 1994 als amtliche Bezeichnung eingeführt. Zuvor wurde die Region gelegentlich inoffiziell, etwa in touristischem Kontext, als Burgenland bzw. mitteldeutsches Burgenland bezeichnet.
Am 25. Mai 2009 erhielt der Landkreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Im Jahr 2015 wurden die Skelettreste eines alten Bewohners von Karsdorf, die in die Linearbandkeramische Kultur (ca. 5200 v. Chr.) gehören, analysiert, es stellte sich heraus, dass sie zur väterlichen T1a-M70 Abstammungslinie und zur mütterlichen H1-Linie gehören.
Von überregionaler Bedeutung sind auch die folgenden Ereignisse, die sich (teilweise) im heutigen Burgenlandkreis abgespielt haben:

10./11. Jahrhundert: Am 2. Juli 936 verstarb König Heinrich I. in Memleben. Seine Nachfolger hielten sich regelmäßig in der dortigen Kaiserpfalz auf. Auch Heinrichs Sohn Otto I. wurde (am 7. Mai 973) in Memleben beigesetzt. Konrad II. war der letzte Kaiser, der im Begräbnisort seiner Vorfahren eine Urkunde ausstellen ließ (1033).
1632: Tod des schwedischen Königs Gustav II. Adolf in der Schlacht bei Lützen (am 6. Novemberjul. / 16. November 1632greg.).
1806: Schlacht bei Jena und Auerstedt (14. Oktober); ein Teil der unter der Führung des Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel stehenden Truppen nahm östlich von Eckartsberga im damaligen Königreich Preußen Aufstellung. Der Herzog verlor in der Schlacht sein Leben. Die Niederlage Preußens machte den Weg frei für die Hegemonie Frankreichs in Deutschland; ebenso ein umfassendes Reformprogramm in Preußen mit nachhaltigen Wirkungen für Deutschland. An die Schlacht erinnern ein Museum und ein Gedenkstein in Hassenhausen.
1999: Fund der Himmelsscheibe von Nebra.

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Burgenlandkreis“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Jwaller, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons