Heimatgeschichte · Aschaffenburg ·

Landkreis Aschaffenburg: Geschichte

Landkreis Aschaffenburg: Geschichte

=== Herrschaftsgericht und Landgerichte ===
Das Gebiet des heutigen Landkreises Aschaffenburg gehörte vor 1800 überwiegend zum Erzstift Mainz, erst 1814 bzw. 1816 kam es an Bayern. Mit Verfügung vom 1. Oktober 1814 wurden die Landgerichte zweiter Klasse Aschaffenburg, Kaltenberg und Rothenbuch sowie das Herrschaftsgericht erster Klasse des Grafen von Schönborn zu Krombach errichtet. 1815 wurde Aschaffenburg eine kreisunmittelbare Stadt. Mit Verfügung vom 1. November 1816 entstand das Landgericht Alzenau, nachdem dieses vormals hessische Amt an Bayern gekommen war. Nach den Entschließungen vom 30. Juni 1828 sowie vom 8. und 14. Januar 1829 wurde das Landgericht Kaltenberg aufgelöst und sein Gebiet auf die Landgerichte Aschaffenburg und Alzenau und das Herrschaftsgericht Krombach aufgeteilt. Alle Gerichtsbezirke gehörten zum Untermainkreis bzw. ab 1838 zum Regierungsbezirk Unterfranken und Aschaffenburg. Am 4. Juni 1848 wurde das Herrschaftsgericht Krombach aufgehoben. 1858 das Landgericht Schöllkrippen gebildet.

Das Bezirksamt Aschaffenburg wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Aschaffenburg und Rothenbuch gebildet. Ebenso wurden die Landgerichte Alzenau und Schöllkrippen zum Bezirksamt Alzenau zusammengefasst.
Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter trat das Bezirksamt Aschaffenburg am 1. Januar 1880 die Gemeinden Habichsthal, Krommenthal, Neuhütten, Rothenbuch und Wiesthal an das Bezirksamt Lohr am Main ab.
Im Jahr 1901 wurde die Stadt Aschaffenburg zu Lasten des Bezirksamtes vergrößert: am 1. März um die Gemeinde Leider und am 1. Juli um die Gemeinde Damm.

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Alzenau i.UFr. und Aschaffenburg.

Am 1. April 1939 trat der Landkreis die Gemeinde Schweinheim an die kreisfreie Stadt Aschaffenburg ab.
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Juli 1972 die Landkreise Aschaffenburg und Alzenau in Unterfranken sowie die Gemeinde Rothenbuch aus dem ehemaligen Landkreis Lohr am Main und die Gemeinden Pflaumheim und Wenigumstadt aus dem ebenfalls aufgelösten Landkreis Obernburg zum neuen Landkreis Aschaffenburg vereinigt. Aschaffenburg blieb eine kreisfreie Stadt und wurde Sitz des neuen Landkreises.
Am 1. April 1975 trat der Landkreis die Gemeinde Gailbach an die kreisfreie Stadt Aschaffenburg ab, am 1. Mai 1978 folgte Obernau.
Am 1. Juli 1976 trat der Landkreis Main-Spessart die Gemeinde Wiesen an den Landkreis Aschaffenburg ab.

Von 1988 bis 2008 wuchs der Landkreis um knapp 19.000 Einwohner bzw. um rund 12 %. Seit 2005 ist die Tendenz nach einem Höchststand von rd. 175.500 Einwohnern rückläufig.
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl des Landkreises von 154.828 auf 174.208 um 19.380 Einwohner bzw. um 12,5 %. Die höchsten Zuwächse verzeichneten Gemeinden im Umland von Aschaffenburg, während im Osten des Landkreises im Spessart einige Gemeinden auch deutliche Verluste hatten.
Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Aschaffenburg“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Freak-Line-Community, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons