Heimatgeschichte · Emmendingen ·

Landkreis Emmendingen: Geschichte

Landkreis Emmendingen: Geschichte

=== Bezirksamt Emmendingen ===
Im 18. Jahrhundert gehörte der Raum Emmendingen zum badischen Oberamt Hochberg. Seit 1806 gehörte das Oberamt zum Großherzogtum Baden und dort seit 1807 zur Provinz des Oberrheins. Im Organisationsrescript vom 26. November 1809 wurde aus einem Teil des Oberamtes Hochberg das neue Amt Emmendingen gebildet, das dem neuen Dreisamkreis zugeordnet wurde. Das Amt Emmendingen wurde 1810 um die Orte Bötzingen, Eichstetten und Oberschaffhausen sowie 1813 um den Ort Bahlingen des Amtes Endingen vergrößert. 1819 erhielt das Amt weiteren Zuwachs mit den Orten Denzlingen, Holzhausen und Reute aus dem Landamt Freiburg und dem Ort Heimbach aus dem Amt Kenzingen. Das Bezirksamt Emmendingen gehörte ab 1832 zum Oberrheinkreis und seit 1864 zum Kreis Offenburg im Landeskommissärbezirk Freiburg.
Am 1. Mai 1872 wurde das Bezirksamt Emmendingen um die Stadt Endingen sowie Gemeinden Amoltern, Forchheim, Hecklingen, Riegel am Kaiserstuhl, Weisweil und Wyhl am Kaiserstuhl des aufgelösten Bezirksamtes Kenzingen vergrößert. Diese waren zuvor bei der Auflösung des Amtes Endingen 1819 mit Ausnahme von Weisweil zum Bezirksamt Kenzingen gekommen, Weisweil war schon 1813 vom Amt Endingen zum Bezirksamt Kenzingen gewechselt. 1879 wechselten Kenzingen sowie die übirgen ehemaligen Gemeinden des Bezirksamts Kenzingen Bleichheim, Bombach, Broggingen, Herbolzheim, Niederhausen, Nordweil, Oberhausen, Tutschfelden und Wagenstadt, die bei der Auflösung 1872 dem Bezirksamt Ettenheim zugeschlagen worden waren, in das Bezirksamt Emmendingen.
Am 1. April 1924 wechselten die Gemeinden Bischoffingen, Jechtingen, Kiechlinsbergen, Königschaffhausen, Leiselheim und Sasbach des aufgelösten Bezirksamtes Breisach in das Bezirksamt Emmendingen. Am 1. Oktober 1936 wurden auch die meisten Gemeinden des aufgelösten Bezirksamtes Waldkirch eingegliedert; gleichzeitig wechselten die Gemeinden Bischoffingen, Bötzingen, Eichstetten, Holzhausen, Jechtingen, Kiechlinsbergen und Leiselheim aus dem Bezirksamt Emmendingen zum Bezirksamt Freiburg.

Seit dem 1. Januar 1939 hieß das Bezirksamt Emmendingen Landkreis Emmendingen. Am 1. April 1939 wechselte die Gemeinde Prechtal aus dem Landkreis Emmendingen in den Landkreis Wolfach.
Der Landkreis Emmendingen fiel 1945 der Französischen Besatzungszone zu und gehörte somit bis 1952 zum neu umgrenzten südlichen Land Baden. Nach der Bildung des Landes Baden-Württemberg 1952 gehörte der Landkreis Emmendingen zum Regierungsbezirk Südbaden, seit 1973 zum Regierungsbezirk Freiburg.
Bei der Kreisreform erhielt der Landkreis am 1. Januar 1973 die Gemeinde Jechtingen des aufgelösten Landkreises Freiburg. Durch weitere Gemeindereformen erfuhr er am 1. Januar 1974 (Kiechlinsbergen, wurde am selben Tag in die Stadt Endingen am Kaiserstuhl eingegliedert) und am 1. April 1974 (Leiselheim, das in Sasbach aufging) einen geringen Zuwachs am nordwestlichen Kaiserstuhl. Die ursprünglich Absicht, den Landkreis Emmendingen mit dem Landkreis Lahr zu vereinigen, wurde nicht realisiert.
Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Emmendingen 24 Gemeinden, darunter sechs Städte und hiervon wiederum eine Große Kreisstadt (Emmendingen). Die Stadt Waldkirch hat 2003 die Grenze von 20.000 Einwohnern überschritten und wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2009 die zweite Große Kreisstadt im Landkreis Emmendingen. Größte Stadt ist Emmendingen, kleinste Gemeinde ist Forchheim/Kaiserstuhl. …

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Emmendingen“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: pictures Jettcom, CC BY 3.0 – Wikimedia Commons