Heimatgeschichte · Würzburg ·

Landkreis Würzburg: Geschichte

Landkreis Würzburg: Geschichte

=== Landgerichte ===
Das Gebiet des heutigen Landkreises Würzburg gehörte vor 1800 überwiegend zum Hochstift Würzburg und kam 1803 zu Bayern. 1804 entstanden die Landgerichte „Würzburg links des Mains“ in Ochsenfurt und „Würzburg rechts des Mains“ in Röttingen sowie das Stadtgericht Würzburg. Sie alle gehörten zum Untermainkreis, der ab 1838 in „Unterfranken und Aschaffenburg“, später in „Unterfranken“ umbenannt wurde. 1840 wurde das Landgericht Röttingen nach seinem Amtssitz Aub umbenannt.

Das Bezirksamt Würzburg wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Würzburg links des Mains und Würzburg rechts des Mains gebildet. Ebenso wurden die Landgerichte Aub und Ochsenfurt zum Bezirksamt Ochsenfurt zusammengefasst. Die Stadt Würzburg war bereits seit 1814 eine kreisunmittelbare Stadt.
Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Würzburg am 1. Januar 1880 die Gemeinde Geroldshausen des Bezirksamtes Ochsenfurt.
Am 1. Januar 1930 trat das Bezirksamt die Gemeinde Heidingsfeld an die Stadt Würzburg ab.

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Ochsenfurt und Würzburg.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Juli 1972 der Landkreis Würzburg, der Landkreis Ochsenfurt, acht Gemeinden des Landkreises Marktheidenfeld, fünf Gemeinden des Landkreises Karlstadt, die Gemeinden Dipbach, Oberpleichfeld und Prosselsheim des Landkreises Kitzingen sowie die Gemeinden Obereisenheim und Untereisenheim des Landkreises Gerolzhofen zum neuen Landkreis Würzburg vereinigt. Kreissitz blieb die kreisfreie Stadt Würzburg.
Am 1. Januar 1974 trat der Landkreis die Gemeinde Rottenbauer an die kreisfreie Stadt Würzburg ab, am 1. Juli 1976 außerdem Oberdürrbach und Unterdürrbach sowie am 1. Januar 1978 die Gemeinden Lengfeld und Versbach. Am 1. Mai 1978 gab der Landkreis außerdem die Gemeinde Gnodstadt an den Landkreis Kitzingen ab, die dort nach Marktbreit eingemeindet wurde.

Von 1988 bis 2008 wuchs der Landkreis Würzburg um ca. 20.000 Einwohner bzw. um rund 14 %. Seitdem verändert sich die Bevölkerungszahl nur gering. Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl des Landkreises von 140.334 auf 161.834 um 21.500 Einwohner bzw. um 15,3 %. Das ist fast doppelt so hoch wie das prozentuale Wachstum im Regierungsbezirk Unterfranken (8,3 %), aber deutlich unter dem bayernweiten Wachstum (18,4 %) im genannten Zeitraum.
Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987:

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Würzburg“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: CSE2202, CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons