Heimatgeschichte · Schaumburg ·

Landkreis Schaumburg: Geschichte

Landkreis Schaumburg: Geschichte

Der Landkreis Schaumburg wurde im Rahmen der niedersächsischen Kreisreform am 1. August 1977 aus den beiden ehemaligen Landkreisen Schaumburg-Lippe und Grafschaft Schaumburg sowie einem Teil des Landkreises Springe gebildet, wobei die Stadt Hessisch Oldendorf dem Landkreis Hameln-Pyrmont zugeordnet wurde. Die Gemeinden Großenheidorn, Idensermoor-Niengraben und Steinhude wurden bereits am 1. März 1974 nach Wunstorf eingemeindet und wechselten damit in den Landkreis Hannover, gleichzeitig kam der Flecken Wiedensahl vom Landkreis Nienburg/Weser hinzu und wurde der Samtgemeinde Niedernwöhren eingegliedert. Der Landkreis Schaumburg vereinigt seither wieder in etwa das historische mittelalterliche Territorium der Grafschaft Schaumburg. Dieses war 1647 unter den Landgrafen von Hessen-Kassel, der Nebenlinie Alverdissen der Grafen zur Lippe und den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg aufgeteilt worden. Die Grafschaft Schaumburg hessischen Anteils wurde zunächst von Kassel aus in Personalunion regiert, dann ab 1822 als Kreis der Provinz Niederhessen im Kurfürstentum Hessen geführt und kam mit diesem 1866 zur preußischen Provinz Hessen-Nassau als Kreis Rinteln, 1905 umbenannt in Kreis Grafschaft Schaumburg. Dieser wurde schließlich im Rahmen einer Verwaltungsreform von 1932 innerhalb Preußens der Provinz Hannover zugeordnet.
Der lippische Teil der Grafschaft Schaumburg nannte sich nach 1647 Grafschaft Schaumburg-Lippe, welches 1807 zum Fürstentum aufstieg, 1918 Freistaat wurde und bis 1946 noch ein eigenständiges Land blieb, das dann im neuen Bundesland Niedersachsen aufging. Das Land Schaumburg-Lippe bestand aus den beiden Landkreisen Bückeburg und Stadthagen, welche 1948 zum Landkreis Schaumburg-Lippe vereinigt wurden.

=== Konfessionsstatistik ===
Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung sinkt. Gemäß dem Zensus 2022 waren 47,0 % der Einwohner evangelisch, 9,1 % katholisch, und 43,9 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Schaumburg“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Hofoen, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons