Heimatgeschichte · Herne ·

Herne: Geschichte

Herne: Geschichte

Um 880 erscheint der Name Hernes erstmals urkundlich als haranni im ältesten Urbar des Klosters Werden.
1100 ist Herne mit seiner romanischen Dionysiuskirche Kirchdorf.
1142 erscheint Gvezelino de Strunkede als Zeuge in einer Essener Urkunde. Die Strünkeder Ritter und Freiherren, die ihre Burg im Stadtteil Baukau hatten, stehen im Dienst der Grafen und Herzöge von Kleve und erhalten wichtige Staatsämter unter den Brandenburger Kurfürsten und Preußischen Königen. Sie bleiben bis zu ihrem Aussterben am Ende des 18. Jahrhunderts Grund-, Gerichts- und kirchliche Patronatsherren über Herne.
1368: Herne gehörte zur Grafschaft Mark, die ab 1391 in Personalunion mit der Grafschaft Kleve verbunden war, welche 1417 zum Herzogtum Kleve erhoben wurde.
1561 wurde die Reformation eingeführt.
1614: Das Herzogtum Kleve und die Grafschaft Mark (und damit auch Herne) kamen durch den Vertrag von Xanten an Brandenburg-Preußen.
1836 fuhr die erste Postkutsche von Bochum nach Recklinghausen über Herne.
1847 wurde die Köln-Mindener Eisenbahn eröffnet. Der Baedeker von 1869 beschrieb den Reiseeindruck durch das mittlere Emschertal so:

1856 wurde die Zeche Shamrock als erste Zeche in Herne südlich des Bahnhofs errichtet. Unmittelbar an die Bahnlinie angrenzend folgte ab 1864 die Zeche Von der Heydt. Beide Zechen nutzten für den Abtransport der geförderten Kohle die Eisenbahn. Mit der Entwicklung der Bergbaustandorte begann der Wandel des Dorfes Herne und seiner umliegenden Gemeinden zur Industriestadt.
Am 1. April 1897 erhielt Herne die Stadtrechte.
Am 1. Juli 1906 wurde Herne eine kreisfreie Stadt.
Im Jahr 1912 wurde das Herner Rathaus eingeweiht.
1914 wurden der Rhein-Herne-Kanal und die Häfen Wanne-West und -Ost fertiggestellt.
Am 20. Juni 1921 ereignete sich mit 85 verunglückten Bergleuten auf der Zeche Mont-Cenis das schwerste Grubenunglück in der Herner Bergbaugeschichte.
1928 wurde die Straßenbahnverbindung von Recklinghausen über Herne nach Bochum eröffnet.
Im Zweiten Weltkrieg sprengten am 31. März 1945 deutsche Truppen die Brücken über den Kanal und die Emscher, womit Herne unmittelbares Kampfgebiet wurde. Vor dem Einmarsch der Alliierten gab es auch in Herne Kriegsendphaseverbrechen.
Am 9. April 1945 räumten Wehrmacht, Polizei und NSDAP die Stadt. Einen Tag später besetzten US-amerikanische Truppen Herne verhältnismäßig kampflos. Während des Kriegs war die Stadt Ziel von insgesamt 64 alliierten Luftangriffen, bei denen 419 Menschen starben (siehe auch Luftangriffe auf das Ruhrgebiet)
Am 1. Januar 1975 erfolgte durch § 4 Ruhrgebiet-Gesetz der Zusammenschluss der Städte Herne und Wanne-Eickel zur „neuen Stadt“ Herne.
Im Jahr 1989 wurde die Stadtbahnlinie U35 der Bogestra von Bochum Hauptbahnhof nach Herne Schloss Strünkede eröffnet. Sie ist die weltweit erste städteübergreifende unterirdische Stadtbahnverbindung.
2017 wurde Herne in die 27. Auflage des Duden aufgenommen. …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Herne“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: MPW57 at German Wikipedia (Original text: MPW57), Public domain – Wikimedia Commons