Heimatgeschichte · Dachau ·

Landkreis Dachau: Geschichte

Landkreis Dachau: Geschichte

Das Kreisgebiet Dachaus gehört zu den altbayerischen Gebieten. Dachau war spätestens seit dem 13. Jahrhundert Sitz eines landesherrlichen Herrschaftsbezirks, der zwar auch mit adlichen und geistlichen Niedergerichtsbezirken durchsetzt war, jedoch einen relativ abgerundeten Bezirk rechts und links der Amper unter Einschluss von Fürstenfeldbruck, bis an die Stadtgrenze von München und östlich begrenzt vom Landgericht Kranzberg einnahm.

Bei der ersten Neuordnung der bayerischen Verwaltung im Zuge der Säkularisation vieler Klöster und des Hochstifts Freising blieb das Landgericht Dachau fast unverändert, ihm wurde lediglich die Aufsicht über die Hofmark Indersdorf (bisher Landgericht Kranzberg) zusätzlich zugewiesen, dagegen wechselte das Gebiet Neuhausen zum damals neugebildeten Landgericht München. Ab 1808 gehörte das Landgericht Dachau zum Isarkreis bzw. ab 1838 zum Kreis Oberbayern. 1823 wurden einige Gemeinden dem neu errichteten Landgericht Fürstenfeldbruck zugeteilt.

Das Bezirksamt Dachau folgte im Jahr 1862 dem flächengleichen Landgericht Dachau.

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt Dachau der Landkreis Dachau. Zum Träger einer kommunalen Selbstverwaltung wurde der Landkreis Dachau nach dem Zweiten Weltkrieg.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis am 1. Juli 1972 vergrößert. Neu zum Landkreis kamen

die Gemeinden Altomünster, Hilgertshausen, Hohenzell, Kiemertshofen, Kleinberghofen, Oberzeitlbach, Randelsried, Stumpfenbach, Tandern, Thalhausen und Wollomoos aus dem aufgelösten Landkreis Aichach
die Gemeinden Höfa, Pfaffenhofen an der Glonn, Sittenbach, Unterumbach und Weitenried aus dem aufgelösten Landkreis Friedberg sowie
die Gemeinde Ebertshausen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.
Der Landkreis Dachau gab seinerseits die Gemeinde Fahrenzhausen im Osten an den Landkreis Freising ab. Damit erreichte der Landkreis seine heutige Ausdehnung. Faktisch wurden im Osten Gebiete abgegeben und im Westen und Südwesten Gebiete einbezogen.
Am 1. Januar 1984 wurde noch die Ortschaft Weißling nach Petershausen eingemeindet und kam dadurch vom Landkreis Freising zum Landkreis Dachau.

==== Gesamtentwicklung ====
Der Landkreis Dachau gewann von 1988 bis 2018 über 47.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um 44,2 %.
Die Einwohnerzahlen ab 1840 beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Die Gemeinden entwickelten sich zwischen 2008 und 2018 wie folgt:

Zu den Einwohnern zählten im Jahre 2021 27.422 ausländische Staatsangehörige (Ausländerquote 15,9 %), darunter 2.583 aus Griechenland, 2.486 aus Rumänien und 2.440 aus Kroatien. Im Jahre 2021 gab es 264 Einbürgerungen.

Die Fluktuation (Zuzüge und Fortzüge in % der Bevölkerung) betrug im Durchschnitt der Jahre 2008–2018 14,7 % und 2018 14,5 %.

Im Jahre 2018 lag die Altersverteilung bei:

Gemäß dem Zensus 2011 waren 12,4 % der Einwohner evangelisch, 54,5 % römisch-katholisch und 33,0 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Der Anteil der Katholiken und Protestanten ist seitdem jährlich um 1 % zurückgegangen. Gemäß dem Zensus 2022 waren (Stand 2022) 43,9 % der Einwohner katholisch, 9,7 % evangelisch und 46,4 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Dachau“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Sandor Bordas, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons