Heimatgeschichte · Schwandorf ·

Landkreis Schwandorf: Geschichte

Landkreis Schwandorf: Geschichte

=== Landgerichte ===
1803 wurden im heutigen Kreisgebiet die Landgerichte Burglengenfeld, Nabburg und Neunburg vorm Wald errichtet. Sie gehörten zum Regenkreis, der 1838 in Oberpfalz und Regensburg (später nur noch Oberpfalz) umbenannt wurde. 1840 wurde in Oberviechtach ein weiteres Landgericht gebildet.

Im Jahr 1862 entstand aus den Landgerichten Burglengenfeld und Schwandorf das Bezirksamt Burglengenfeld, wobei das Landgericht Schwandorf aus 19 Gemeinden des Landgerichts Burglengenfeld neu geschaffen wurde. Ferner wurden das Bezirksamt Nabburg aus dem gleichnamigen Landgericht und das Bezirksamt Neunburg vorm Wald aus den Landgerichten Neunburg vorm Wald und Oberviechtach gebildet. 1900 wurde für den Bereich Oberviechtach ein eigenes Bezirksamt errichtet. Im Jahr 1920 wurde Schwandorf eine kreisunmittelbare Stadt und schied aus dem Bezirksamt Burglengenfeld aus. 1926 wurde das Bezirksamt Nabburg geringfügig verändert, indem drei Gemeinden vom Bezirksamt Vohenstrauß eingegliedert wurden, jedoch gab das Bezirksamt Nabburg auch an das Bezirksamt Amberg ab.

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Burglengenfeld, Nabburg, Neunburg vorm Wald und Oberviechtach.
1940 wurde Schwandorf in den Landkreis Burglengenfeld eingegliedert, doch wurde dies 1948 wieder rückgängig gemacht.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 ein neuer Landkreis gebildet, dessen Kreissitz die Stadt Schwandorf in Bayern wurde. Zu seinen Bestandteilen wurden

die bis dahin kreisfreie Stadt Schwandorf in Bayern, die für den Verlust der Kreisfreiheit den Status einer Großen Kreisstadt erhielt
alle Gemeinden des aufgelösten Landkreises Burglengenfeld mit Ausnahme von neun Gemeinden, die zu den Landkreisen Amberg-Sulzbach bzw. Regensburg kamen
alle Gemeinden des aufgelösten Landkreises Nabburg mit Ausnahme der Gemeinde Kemnath am Buchberg, die zum Landkreis Amberg-Sulzbach kam
alle Gemeinden des aufgelösten Landkreises Neunburg vorm Wald mit Ausnahme der Gemeinden Großenzenried, Hillstett und Pillmersried, die zum Landkreis Cham kamen
alle Gemeinden des aufgelösten Landkreises Oberviechtach mit Ausnahme der Gemeinden Altenschneeberg, Hannesried, Heinrichskirchen, Irlach und Schönau, die zum Landkreis Cham kamen
die Gemeinde Wulkersdorf aus dem Landkreis Regensburg und
die Stadt Nittenau sowie die Gemeinden Bleich, Bruck in der Oberpfalz, Fischbach und Kaspeltshub des aufgelösten Landkreises Roding.
Am 1. Mai 1973 erhielt der Landkreis seinen heute noch gültigen Namen Landkreis Schwandorf ohne den Zusatz in Bayern, da die Kreisstadt mittlerweile auch den Zusatz abgelegt hatte.
Am 1. Januar 1974 wechselte die Gemeinde Wulkersdorf aus dem Landkreis Schwandorf zurück in den Landkreis Regensburg, wo sie nach Bernhardswald eingemeindet wurde. Am 1. Mai 1978 wechselte die Gemeinde Ponholz aus dem Landkreis Regensburg in den Landkreis Schwandorf und wurde nach Maxhütte-Haidhof eingemeindet. …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Schwandorf“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Subbass1, CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons