Heimatgeschichte · Unterallgäu ·

Landkreis Unterallgäu: Geschichte

Landkreis Unterallgäu: Geschichte

=== Herrschafts- und Verwaltungsgeschichte ===
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden im heutigen Kreisgebiet 1804 die Landgerichte Grönenbach, Ottobeuren, Mindelheim und Türkheim. 1808 wurde das Stadtgericht Memmingen gebildet. Die Stadt Memmingen wurde 1809 durch die Einsetzung eines Polizeikommissärs eine kreisunmittelbare Stadt. Alle Verwaltungsbezirke gehörten zunächst zum Lechkreis, ab 1810 zum Illerkreis und ab 1817 zum Oberdonaukreis, der 1838 in Schwaben und Neuburg (später nur noch Schwaben) umbenannt wurde.
1862 wurde aus den Landgerichten Grönenbach und Ottobeuren sowie dem Landbezirk des Stadt- und Landgerichts Memmingen das Bezirksamt Memmingen gebildet. Letzteres wurde aus 14 Gemeinden des Landgerichts Grönenbach und Ottobeuren errichtet. Ferner entstand aus den Landgerichten Mindelheim und Türkheim das Bezirksamt Mindelheim. 1880 wurden einige Gemeinden dieses Bezirks in die Bezirke Kaufbeuren, Augsburg und Krumbach abgegeben.

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Memmingen und Mindelheim.
1940 wurde die kreisfreie Stadt Memmingen in den Landkreis Memmingen eingegliedert, doch wurde diese 1948 wieder kreisfrei.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 aus den folgenden Bestandteilen ein neuer Landkreis Mindelheim gebildet:

Alle Gemeinden des alten Landkreises Mindelheim mit Ausnahme der Gemeinde Traunried, die zum Landkreis Augsburg kam
Alle Gemeinden des Landkreises Memmingen mit Ausnahme der Gemeinden Amendingen und Buxach, die in die kreisfreie Stadt Memmingen eingegliedert wurden
Die Gemeinden Babenhausen, Dietershofen bei Babenhausen, Engishausen, Greimeltshofen, Herretshofen, Inneberg, Kirchhaslach, Klosterbeuren, Oberschönegg, Olgishofen, Reichau, Weinried, Winterrieden und Zaisertshofen aus dem Landkreis Illertissen
Die Gemeinde Schlingen aus dem Landkreis Kaufbeuren
Die Gemeinden Hasberg und Tiefenried aus dem Landkreis Krumbach (Schwaben)
Am 1. Mai 1973 erhielt der Landkreis seinen heutigen Namen Landkreis Unterallgäu. Wichtigste Herrschaftsträger der zahlreichen Hoheitsgebiete, die früher im Bereich des Landkreises bestanden, waren die oberschwäbische Reichsabtei Ottobeuren, die schwäbischen Fugger sowie die Memminger Unterhospitalstiftung.
Am 1. Juli 1976 trat der Landkreis Unterallgäu die Gemeinden Dickenreishausen, Eisenburg und Steinheim an die kreisfreie Stadt Memmingen ab, am 1. Mai 1978 außerdem die Gemeinde Volkratshofen mit Ferthofen. Am 1. Mai 1978 erhielt der Landkreis die Gemeinde Traunried aus dem Landkreis Augsburg, die in die Gemeinde Ettringen eingegliedert wurde sowie die Gemeinde Kettershausen und das Dorf Unterschönegg (heute Ortsteil von Babenhausen) aus dem Landkreis Neu-Ulm.

Von 1987 bis 2013 wuchs der Landkreis Unterallgäu um etwa 21.700 Einwohner. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stagnierte die Einwohnerzahl bei rund 136.000, ehe sie seit etwa 2010 wieder stetig anstieg. Mit Stand 31. Dezember 2013 lebten 137.484 Personen im Landkreis.
Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Landkreis von 117.139 auf 144.041 um 26.902 Einwohner bzw. um 23 %.
Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987:

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Unterallgäu“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Flussar, CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons