Heidekreis: Geschichte
Historisch gehörte das Gebiet des heutigen Heidekreises zum ehemaligen Herzogtum Braunschweig-Lüneburg und dessen Nachfolgestaaten. Am 6. Mai 1884 trat die Kreisordnung der preußischen Provinz Hannover in Kraft. Das Amt Fallingbostel wurde im April 1885 mit dem Amt Ahlden zum Kreis Fallingbostel zusammengelegt, der Streit um den Kreissitz zwischen Fallingbostel und Walsrode zugunsten Fallingbostels entschieden. Gleichzeitig wurde das Amt Soltau in den Kreis Soltau überführt, lediglich die Gemeinde Fintel fiel an den Kreis Rotenburg.
Zum 1. August 1932 trat die Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen in Kraft. In § 64 wurde bestimmt, dass die Landkreise Fallingbostel und Soltau zu einem neuen Landkreis Fallingbostel-Soltau mit Kreissitz in Fallingbostel zusammengeschlossen werden sollen. Dies wurde zum 1. Oktober 1932 umgesetzt. Nach Protesten aus Soltau wurden beide Kreise genau ein Jahr später jedoch wieder getrennt. In einem Konvoi aus 30 Lastwagen wurden sämtliche Möbel und Akten wieder zurück nach Soltau gebracht.
1935 bestätigten sich Gerüchte über die Einrichtung eines großen Truppenübungsplatzes auf dem Gebiet der Landkreise Fallingbostel und Celle. Der Landkreis Fallingbostel verlor fast 18 % seiner Fläche an den Truppenübungsplatz Bergen. Die teils jahrhundertealten Gemeinden Wense, Untereinzingen, Obereinzingen, Oerbke, Oberndorfmark, Böstlingen, Hartem, Ettenbostel, Ostenholz und Oberhode mussten von ihren Bewohnern verlassen werden. Weitere Gemeinden waren durch den Verlust von Teilflächen betroffen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges führte die britische Besatzungsmacht 1946 die Zweigleisigkeit der Kommunalen Selbstverwaltung ein. An der Spitze des Kreistages stand fortan der Landrat, an der Spitze der Kreisverwaltung der Oberkreisdirektor. Diese Regelung wurde in Niedersachsen bis 1996 beibehalten.
Im Juli 1957 übernahm der Kreis Fallingbostel eine Partnerschaft für den Heimatkreis Rummelsburg/Pommern, im April 1960 folgte Soltau mit einer Partnerschaft mit dem Heimatkreis Soldin/Neumark. Regelmäßig trafen sich die ehemaligen Bewohner dieser Gebiete daraufhin in Fallingbostel bzw. Munster und Schneverdingen. …