Heimatgeschichte · Rottweil ·

Landkreis Rottweil: Geschichte

Landkreis Rottweil: Geschichte

Der Landkreis Rottweil geht im Kern auf das im Königreich Württemberg eingerichtete Oberamt Rottweil zurück. Dieses Oberamt wurde nach den napoleonischen Kriegen – nach der Mediatisierung der ehemals freien Reichsstadt Rottweil 1803 – mit dem Organisationsedikt von 1806 bereits durch Herzog Friedrich II. von Württemberg, dem späteren König von Württemberg, neu verfasst. Wesentlich für seine Konstituierung in verwaltungsrechtlicher Hinsicht ist jedoch erst das 1818 erlassene Mauclersche Organisationsedikt mit der Trennung von Justiz und Verwaltung sowie Amt und Amtsstadt.
1807 wurde das Oberamt Sulz aus den Oberämter Dornhan, Teilen des Oberamts Rosenfeld, im Jahr 1810 das Oberamt Oberndorf errichtet. Aus diesen 1934 in Landkreise umbenannten Oberämtern wurde nach deren Auflösung 1938 der Landkreis Rottweil geschaffen. Der Landkreis Rottweil wurde dabei um den Großteil des Landkreises Oberndorf (fünf Gemeinden kamen zum Landkreis Freudenstadt), um einige Orte des Landkreises Sulz – der größere Teil wurde dem Landkreis Horb zugeschlagen – sowie um einzelne Gemeinden der Landkreise Tuttlingen und Spaichingen vergrößert. Er gab jedoch auch einige Orte an den Landkreis Balingen ab.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel der Landkreis Rottweil 1945 in die Französische Besatzungszone und kam in der Folge zunächst zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern. Seit der Länderneugliederung am 25. April 1952 gehört der Landkreis zum Land Baden-Württemberg und bis zum 31. Dezember 1972 zum Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern.
Der Landkreis Rottweil trat am 1. Januar 1972 die Stadt Schwenningen am Neckar an den bisherigen Landkreis Villingen ab, der mit der am selben Tag vereinigten Kreisstadt Villingen-Schwenningen nun Landkreis Villingen-Schwenningen hieß.
Bei der Kreisreform kam der Landkreis Rottweil am 1. Januar 1973 zum neugebildeten Regierungsbezirk Freiburg. Damals wurden acht Gemeinden vom Landkreis Horb, vier vom Landkreis Wolfach, die Gemeinde Glatt vom Landkreis Hechingen und die Gemeinde Tennenbronn vom Landkreis Villingen-Schwenningen zugeordnet. Im Gegenzug gab der Landkreis Rottweil die Gemeinden Peterzell und Römlinsdorf an den Landkreis Freudenstadt sowie Deißlingen und Weigheim an den Schwarzwald-Baar-Kreis ab.
Die Gemeinde Schörzingen wurde bereits am 1. Februar 1973 an den Zollernalbkreis abgetreten. Am 1. Januar 1974 kehrte Deißlingen zurück. Busenweiler kam am 1. April 1974 aus dem Landkreis Freudenstadt hinzu.
Am 1. Juli 1978 gab es einen Gebietsaustausch zwischen den Städten Schiltach und Wolfach (Ortenaukreis).
Am 1. Mai 2006 wurde die Gemeinde Tennenbronn in die Stadt Schramberg eingegliedert. Damit umfasst der Landkreis Rottweil nunmehr 21 Gemeinden, darunter 6 Städte und hiervon wiederum 2 „Große Kreisstädte“ (Rottweil und Schramberg). Größte Stadt ist Rottweil, kleinste Gemeinde ist Schenkenzell.
Im Landkreis Rottweil wurde in einer Versammlung von 25 Frauen in der Alten Kirche in Fluorn-Winzeln im Vorfeld des ersten regulären Grünen-Parteitags 1980 eine Erklärung zur Gleichberechtigung von Mann und Frau formuliert. Sie führt zum Beschluss der Partei über die paritätische Besetzung des Landesvorstands und aller Ämter und Mandate mit Männern und Frauen nach dem Reißverschlussprinzip.

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Rottweil“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Waithamai, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons