Landkreis Erding: Geschichte
=== Bis 1800 ===
Aus der Zeit um 7000 v. Chr. sind erste menschliche Spuren nachgewiesen; ca. 2000 v. Chr. entwickelte sich eine rege Siedlungstätigkeit. Die Viehzucht überwog gegenüber dem Ackerbau.
Um 500 v. Chr. siedelten die Kelten im jetzigen Landkreis. Um etwa 15 v. Chr. verleibten sich die Römer das Gebiet ein.
Die Römer hinterließen mehrere Straßenzüge, wie etwa den von Riegerau nach Langenpreising, der einen Teil der Fernverbindung Augsburg–Regensburg darstellt und den vom Chiemgau über Anzing, Altenerding, Langengeisling bis Berglern.
Im 5. Jahrhundert mussten die Römer den Germanen weichen und hinterließen Teile des römischen Straßennetzes. So gingen die Fernverbindungen Augsburg–Regensburg und die vom Chiemgau über Anzing, Altenerding, Langengeisling bis Berglern durch den heutigen Landkreis.
Bevorzugte Siedlungsgebiete waren in der Zeit ab dem 6. Jahrhundert die Flusstäler von Sempt und Strogen.
Zur Sicherung der Verbindung zwischen den Hauptorten München und Landshut gegen das Hochstift Freising wurde 1228 die Stadt Erding als herzoglicher Stützpunkt gegründet. In der Teilung Bayerns von 1255 kamen die Gerichte Erding und Dorfen zu Niederbayern.
In den Jahren 1503 und 1504 verwüstete der Landshuter Erbfolgekrieg das Land. Eine schwere konfessionelle Krise erwuchs dem Land Mitte des 16. Jahrhunderts, als sich der reichsunmittelbare Graf von Haag aus dem Geschlecht der Fraunberger, die in der Erdinger Gegend ihren Stammsitz hatten, der Reformation anschloss. In den Jahren nach dem Dreißigjährigen Krieg gelangte die Erdinger Bevölkerung zu bedeutendem Wohlstand. Die Herrschaft Burgrain mit dem Markt Isen gehörte bis 1803 zum Hochstift Freising.
1803 wurde das Landgericht Erding errichtet, das während der Reformen von Montgelas ab 1808 zum Isarkreis und ab 1838 zum Kreis Oberbayern gehörte. Das Leben richtete sich vorrangig nach München hin aus. 1858 wurden für 19 Gemeinden des Landgerichtsbezirks Erding das eigenständige Landgericht Dorfen errichtet.
Das Bezirksamt Erding wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss des Landgerichts älterer Ordnung Erding mit dem 1858 aus 19 Gemeinden des Landgerichtsbezirks Erding neu gebildeten Landgerichtsbezirks Dorfen gebildet.
Zum 1. Januar 1880 traten die Gemeinden Finsing, Niederneuching und Oberneuching vom Bezirksamt Ebersberg zum Bezirksamt Erding über.
Am 1. Februar 1927 trat das Bezirksamt Erding die Gemeinde Pfrombach ans Bezirksamt Freising ab.
Am 1. Juli 1928 wurde das Bezirksamt Erding um die Gemeinde Ottenhofen des Bezirksamtes Ebersberg vergrößert. …