Heimatgeschichte · Weilheim-Schongau ·

Landkreis Weilheim-Schongau: Geschichte

=== Frühgeschichte ===
Lange Zeit war das heutige Kreisgebiet mit einem dichten Urwald bewachsen und von Menschen unbewohnt. Die frühesten Funde menschlicher Aktivitäten stammen aus der späteren Steinzeit. Von der Pollinger Kultur (3900 bis 3500 v. Chr.) stammen Funde von Henkeltassen oder Töpfen mit teppichartigen Verzierungen. Weitere Besiedlungsspuren stammen aus der Bronzezeit. Vor den Römern, die ab 15 v. Chr. in die Gegend kamen, waren die Kelten im Kreisgebiet. Die römische Provinz, zu der das Gebiet gehörte, hieß Raetien. Um 476 zogen sich die Römer zurück nach Süden. Dann kamen ins östliche Kreisgebiet die Bajuwaren und im Westen die Alemannen und bis heute gibt es hier eine Sprachgrenze zwischen dem bairischen Dialekt und dem Lechrainer Dialekt bzw. dem ostschwäbischen Dialekt westlich des Lechs. Im Laufe der Zeit hatten Franken, Welfen, die Hohenstaufen, Huosi, Andechs-Meranier, Agilolfinger und die Wittelsbacher die Herrschaft in dem Gebiet.

Im heutigen Kreisgebiet wurden 1803 die Landgerichte Weilheim und Schongau errichtet. Sie gehörten zum Isarkreis, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde.

Im Jahr 1862 wurden aus den Landgerichten Weilheim in Oberbayern und Schongau die gleichnamigen Bezirksämter gebildet.

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Schongau und Weilheim in Oberbayern.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 aus dem größten Teil des Landkreises Weilheim in Oberbayern, dem größten Teil des Landkreises Schongau (beide Regierungsbezirk Oberbayern) und der Gemeinde Ingenried des Landkreises Marktoberdorf (Regierungsbezirk Schwaben) ein neuer Landkreis gebildet, der zunächst die Bezeichnung „Landkreis Weilheim in Oberbayern“ erhielt. Einige Gemeinden im Norden des Landkreises Schongau kamen zum Landkreis Landsberg am Lech, die Gemeinde Bayersoien sowie mehrere Gemeinden im Süden des Landkreises Weilheim wurden den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen zugeordnet. Am 1. Mai 1973 erhielt der neue Landkreis den Doppelnamen „Landkreis Weilheim-Schongau“.

Der Landkreis Weilheim-Schongau gewann von 1988 bis 2008 rund 23.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um ca. 21 %. Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Landkreis von 107.913 auf 135.348 um 27.435 Einwohner bzw. um 25,4 %.
Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987:

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Weilheim-Schongau“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0