Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz: Geschichte
=== Von der Urgeschichte bis zum Frühmittelalter ===
Eine erste Besiedelung dieser Region fand bereits in der Jungsteinzeit, also um 3000 vor Christus statt, worauf zahlreiche Funde von Grabhügeln und Keramikresten hinweisen. Während der Bronzezeit ab 1000 vor Christus nahm die Siedlungstätigkeit weiter zu. Es gibt Spuren von keltischen Wallanlagen, so zum Beispiel bei Berngau oder auf dem Buchberg. Den Römern, die im 1. Jahrhundert nach Christus die Donau erreichten, gelang es nicht, ihr Herrschaftsgebiet bis in den Raum des heutigen Landkreises auszudehnen, der Limes verlief nur knapp südlich der Donau vom heutigen Kelheim aus nach Westen.
Nach dem Untergang des Römischen Reichs drangen die Bajuwaren in das heutige Bayern vor und dehnten sich langsam auch nördlich der Donau aus. Aus dieser Zeit, dem 6. oder 7. Jahrhundert, stammen die zahlreichen Orte, die auf -ing enden, zum Beispiel Pölling oder Deining. Erste fränkische Königshöfe gab es in Berngau und Lauterhofen.
Ab circa 1100 entstand das Geschlecht Wolfstein-Sulzbürg und begann, seine Herrschaft auf den Raum zwischen Sulzbürg, Seligenporten und Lauterhofen auszudehnen. Der südliche Bereich stand vor allem unter dem Einfluss der Herren von Hirschberg. In der gesamten Region entstanden zahlreiche Burganlagen, die heute nur noch teilweise erhalten sind. Ab 1130 entstand die Stadt Neumarkt, die sich rasch zu einem neuen Zentrum entwickelte. Ab 1410 wurde sie pfälzische Residenzstadt, große Teile des heutigen Kreisgebietes gehörten nun zum Herzogtum Pfalz-Neumarkt beziehungsweise zur Kurpfalz. Der Landshuter Erbfolgekrieg erfasste 1504 auch den Raum Neumarkt, welcher jedoch größtenteils weiterhin in wittelsbachischem Besitz blieb und ab Mitte des 16. Jahrhunderts zu Pfalz-Neuburg gehörte. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges drangen schwedische Truppen wiederholt bis in diese Region vor. 1628 kam das gesamte heutige Landkreisgebiet zum Kurfürstentum Bayern. Neumarkt war keine Residenzstadt mehr und die Stadt und das Umland verloren erheblich an Bedeutung. In den Koalitionskriegen am Ende des 18. Jahrhunderts kam es zu mehreren unbedeutenden Gefechten zwischen österreichischen und französischen Truppen.
1803 wurden die Landgerichte in Neumarkt, Hilpoltstein und Parsberg eingerichtet. Neumarkt und Hilpoltstein gehörten zunächst zum Altmühlkreis und ab 1810 zum Oberdonaukreis. 1838 kamen beide Landgerichte zum Regenkreis, zu dem das Landgericht Parsberg bereits gehörte. …