Heimatgeschichte · Aichach-Friedberg ·

Landkreis Aichach-Friedberg: Geschichte

=== Bis 1800 ===
Archäologische Funde belegen, dass das Landkreisgebiet schon seit mindestens zehntausend Jahren besiedelt wird. Zahlreiche Waffenfunde weisen darauf hin, dass es hier oft zu bewaffneten Konflikten gekommen ist.
In der Römerzeit war der Landkreis vor allem „Vorhof“ für Augusta Vindelicorum, die Hauptstadt der Provinz Raetien. Vor allem landwirtschaftliche Betriebe, die die Hauptstadt belieferten, dürften dort gewesen sein, neben einigen Vorstadtvillen der reichen Stadtbewohner.
Mit dem Ende der römischen Herrschaft in Raetien (Ende 5./Anfang 6. Jahrhundert) besiedelten Alemannen und Bajuwaren das Gebiet des heutigen Landkreises.
Die erste urkundliche Überlieferung einer Landkreisgemeinde ist Adelzhausen, das 782 als „Adalhemelshusir“ bezeugt ist.
1124 verlegte Graf Otto V. von Scheyern die Stammburg seiner Familie von Scheyern bei Dachau nach Wittelsbach bei Aichach. Das fortan als Wittelsbacher bekannte Adelsgeschlecht errang 1180 die Herzogswürde von Bayern und regierte das Land bis 1918. Die Burg wurde 1209 allerdings geschleift, an den ursprünglichen Bau erinnert nur noch ein Gedenkstein.
Die Burg Friedberg wurde 1264 erbaut, um eine Gebühr auf den Transport über den Lech zu erheben. Auch an diese Burg erinnert heute nichts mehr, da der Bau im 16. Jahrhundert niederbrannte.
Der heutige Landkreis war aufgrund seiner Grenzlage am Lech und seiner Nachbarschaft zur Reichsstadt Augsburg häufig Schauplatz erbitterter Kämpfe, so z. B. 1420, im Dreißigjährigen Krieg oder im 18. Jahrhundert in den beiden Erbfolgekriegen und später den französischen Revolutionskriegen.

Das Kreisgebiet gliederte sich ursprünglich in die Landgerichte Aichach, Friedberg und Mering. Nach der Vereinigung Friedbergs und Merings (1799) und den Verwaltungsreformen des frühen 19. Jahrhunderts gehörte Friedberg ab 1817 zum Isarkreis (Hauptstadt München), Aichach mit dem benachbarten Rain zum Oberdonaukreis (Hauptstadt Augsburg). 1837 kamen Friedberg, Aichach und Rain zu Oberbayern.

Aichach und Rain wurden 1862 zum Bezirksamt Aichach vereinigt, aus dem Landgericht Friedberg entstand das Bezirksamt Friedberg.
Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter trat das Bezirksamt Aichach am 1. Januar 1880 den Amtsgerichtsbezirk (zugleich Distrikt) Rain an das Bezirksamt Neuburg an der Donau ab.
Am 1. Juli 1910 trat das Bezirksamt Friedberg die Gemeinde Meringerau (jetzt Siebenbrunn) an die Stadt Augsburg ab. Am 1. Januar 1913 kamen weitere Gemeinden zu Augsburg.
Am 1. Januar 1914 gab das Bezirksamt Landsberg am Lech die Gemeinde Unterbergen an das Bezirksamt Friedberg ab. Am 1. Januar 1915 folgte Schmiechen.

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Aichach und Friedberg.
Der Landkreis Friedberg wurde 1944 dem Regierungsbezirk Schwaben zugeteilt.

Am 1. Juli 1972 wurde im Rahmen der Gebietsreform in Bayern im Regierungsbezirk Schwaben aus den folgenden Bestandteilen der neue Landkreis Augsburg-Ost mit Sitz in Aichach gebildet: …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Aichach-Friedberg“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0