Würzburg: Sehenswürdigkeiten
Den besten Überblick über die ganze Altstadt und ihr unmittelbares Umfeld hat man von der Festung Marienberg und auch vom Käppele aus, mit etwas mehr Distanz vom Autobahnrastplatz Würzburg Nord (zu erreichen über die Anschlussstelle Randersacker Richtung Frankfurt am Main) an der BAB 3 aus über die ganze Stadt und das ganze Maintal. Vom Nordwesten der Stadt am Schenkenturm (Flugplatz Schenkenturm) und von der Steinburg hat man ebenfalls einen guten Überblick über das Maintal und Würzburg.
Die Residenz Würzburg ist der Stadtpalast der Würzburger Fürstbischöfe und gilt in ihrer Geschlossenheit als der schönste Schlossbau des Barocks in Deutschland. Die Anlage ist seit 1981 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Zur Geschichte:
Erste Planungen begannen unmittelbar nach der Wahl des Grafen Johann Philipp Franz von Schönborn zum Fürstbischof unter Beteiligung der gesamten europaweiten Verwandtschaft. Reichskanzler Kurfürst Lothar Max von Schönborn aus Mainz brachte seine Architekten Maximilian von Welsch und Johann Dientzenhofer ein, Reichsvizekanzler Friedrich Karl von Schönborn aus Wien seinen Hofarchitekten Lucas von Hildebrand. Außerdem wurden die französischen Hofarchitekten Germain Boffrand und Robert de Cotto hinzugezogen. Für den Bauherrn war Balthasar Neumann tätig, dem es gelang, aus den verschiedenen Entwürfen und Ideen aller Beteiligter ein einheitlich geschlossenes Ganzes zu schaffen.
Die Grundsteinlegung erfolgte 1720. Mit dem Tod des Bauherrn im Jahre 1724 stoppten zunächst auch die Arbeiten. Der Nachfolger Fürstbischof Hutten wollte kein Geld mehr investieren, erst ein Fünftel des Bauwerks war vollendet.
Im Jahre 1729 wurde Reichskanzler Karl von Schönborn neuer Fürstbischof. Die Arbeiten wurden fortgesetzt, der Rohbau 1744 abgeschlossen.
Das Gebäude hat die Abmessungen von ca. 197 × 97 m und hat fast 400 Räume.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude der Residenz zu 98 % zerstört, aber wie durch ein Wunder blieben die Gewölbe des Zentralbaus über der Eingangshalle, über dem Treppenhaus, dem Weißen Saal und dem Kaisersaal weitgehend unbeschädigt. Dank sofortiger Schutzmaßnahmen durch den amerikanischen Kunstschutzoffizier David Skilton konnten diese Teile im Original gerettet werden. Viele Teile der Inneneinrichtungen und Wandverkleidungen waren zuvor abgebaut und ausgelagert worden. Der Wiederaufbau des Gebäudes wurde 1987 mit der Eröffnung des rekonstruierten Spiegelkabinetts abgeschlossen.
Sehenswürdigkeiten im Inneren der Residenz sind: …