Heimatgeschichte · Olpe ·

Kreis Olpe: Geschichte

Kreis Olpe: Geschichte

Nach dem Übergang des ehemaligen Herzogtums Westfalen an Preußen entstand im Jahr 1817 zunächst der Kreis Bilstein mit Sitz in Bilstein. Zum 1. Januar 1819 wurde der Sitz des Kreises nach Olpe verlegt und gleichzeitig der Kreis nach der neuen Kreisstadt umbenannt. Die Gemeinde Schönholthausen aus dem Kreis Bilstein wurde in den neu gebildeten Kreis Eslohe eingegliedert.
Erster Landrat war Caspar Freusberg. In den 1820er Jahren wurde der Kreis in die sieben Bürgermeistereien Attendorn, Bilstein, Drolshagen, Kirchhundem, Olpe, Valbert und Wenden unterteilt, von denen die Bürgermeisterei Valbert 1832 in den Kreis Altena umgegliedert wurde.
Nach Einführung der Landgemeinde-Ordnung für die Provinz Westfalen wurden die Bürgermeistereien in den 1840er Jahren in Ämter überführt. Die Stadt Attendorn war seit 1843 und die Stadt Olpe seit 1858 amtsfrei. Im Kreis Olpe bestanden seitdem sechs Ämter und insgesamt 21 Gemeinden:

Teile des Kreises Olpe waren in vorindustrieller Zeit wirtschaftliches Zentrum des Herzogtums Westfalens. Vor allem die Blechherstellung rund um Olpe war von überregionaler Bedeutung. Auch andere eisenindustrielle Betriebe waren von erheblicher Bedeutung. Gegen die industrielle Konkurrenz konnten diese Produkte freilich nicht bestehen. Daher kam es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Prozess der Deindustrialisierung und Agrarisierung. Damit verbunden waren überdurchschnittlich hohe Aus- und Abwandererzahlen. Im Wesentlichen ohne personelle Kontinuität entwickelte sich, nicht zuletzt dank einer Eisenbahnverbindung in den 1860er-Jahren, eine industrielle Blechherstellung. Außerdem waren der Bergbau und andere gewerbliche Bereiche von großer Bedeutung (siehe Liste von Bergwerken im Kreis Olpe). Es gab bis ins 20. Jahrhundert eine bedeutende Lederindustrie.
Am 24. Dezember 1930 wurde die Gemeinde Förde in Grevenbrück umbenannt.
Im Gegensatz zu verschiedenen Nachbarkreisen blieb der Umfang des Kreises Olpe bei der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen weitgehend unverändert. Durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Olpe wurden 1969 zwanzig Gemeinden des Kreises mit drei Gemeinden des Amtes Serkenrode (Kreis Meschede) zu sieben neuen amtsfreien Gemeinden zusammengeschlossen. Die sechs Ämter des Kreises wurden aufgelöst. Gleichzeitig wurde die Kreisgrenze zwischen dem Kreis Olpe und dem Oberbergischen Kreis durch Gebietsaustausch im Bereich Drolshagen/Lieberhausen verändert. Der Hauptteil der Gemeinde Lenne wurde durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz am 1. Januar 1975 in die Stadt Schmallenberg im Hochsauerlandkreis eingegliedert.

== Politik ==

Die Sitzverteilung nach Fraktionen und Gruppen ist seit der Kommunalwahl 2025 wie folgt:
Die Wahlbeteiligung lag bei 60,8 %.

Im Zuge der Kommunalwahl 2025 wurde Theo Melcher (CDU) mit 60,8 % im ersten Wahlgang zum Landrat gewählt.
Frühere ehrenamtliche Landräte waren:

Das Kreiswappen ist von Silber und Gold gespalten; vorne in Silber ein schwarzes Kreuz, hinten in Gold zwei rote Balken. Mit dem Kreuz wird an die historische Zugehörigkeit des Kreisgebietes zu Kurköln erinnert, mit dem hinteren Teil des Wappens wird auf die jahrhundertealte Verbindung mit dem Haus von Fürstenberg hingewiesen. …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Kreis Olpe“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: J. Braukmann Milseburg, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons