Landkreis Oldenburg: Geschichte
Bereits vor 4000 Jahren war der heutige Landkreis Oldenburg besiedelt. Damals wurden dort Großsteingräber geschaffen, von denen heute noch zirka 20 erhalten sind. Etwa 700 Jahre v. Chr. entstanden ausgedehnte Gräberfelder.
Zur Zeit des Römerreiches besiedelten Chauken (im Norden) und Angrivarier (im mittleren Huntetal) das Gebiet des Landkreises. Am Ende der Völkerwanderungszeit ließen sich an beiden Seiten der Hunte die Sachsen nieder. Das heutige Kreisgebiet erstreckte sich größtenteils über den dichtbesiedelten, durch Hunte und Weser begrenzten Largau im Herzogtum Engern und den westlich der Hunte gelegenen westfälischen Lerigau.
Der nördliche Teil des heutigen Landkreises, in dem die heutigen Gemeinden Ganderkesee, Dötlingen, Hatten, Wardenburg und Hude liegen, gehörte von Anfang an zum Stammgebiet der Grafen von Oldenburg und blieb bis 1946 oldenburgisch. Wildeshausen hingegen wurde zunächst von einer Nebenlinie des Hauses Oldenburg regiert, der Linie Oldenburg-Wildeshausen. Nach deren Aussterben kam Wildeshausen zum Erzbistum Bremen, danach kam die Stadt in den Besitz der Bischöfe von Münster. Durch den Westfälischen Frieden wurde die Stadt 1648 schwedisch.
1700 verpfändete der schwedische König Karl XII. das Amt Wildeshausen an das Kurfürstentum Hannover. 1803 wurden Stadt und Amt Wildeshausen wieder oldenburgisch.
Seit dem 19. Jahrhundert existierten auf dem Gebiet des heutigen Landkreises die drei oldenburgischen Ämter Oldenburg, Delmenhorst und Wildeshausen. Die Stadt Oldenburg war seit 1855 amtsfrei. Die Stadt Delmenhorst schied 1903 aus dem Amt Delmenhorst aus und wurde ebenfalls amtsfrei. Zwischen 1922 und 1933 wurden die drei Gemeinden Osternburg, Eversten und Ohmstede aus dem Amt Oldenburg in die Stadt Oldenburg eingemeindet. 1933 wurde aus dem Amt Wildeshausen, dem größten Teil des Amtes Delmenhorst sowie den Gemeinden Hatten und Wardenburg des alten Amtes Oldenburg ein neues Amt Oldenburg gebildet. Gleichzeitig wurden einige der alten Gemeinden zu neuen Großgemeinden zusammengefasst. Der westliche Teil des Amtes Oldenburg mit den Gemeinden Rastede und Wiefelstede kam zum neuen Amt Ammerland. 1939 wurde aus dem neuen Amt Oldenburg der Landkreis Oldenburg.
Mit der Bildung des Landes Niedersachsen aus dem Land Hannover, dem Freistaat Braunschweig, Schaumburg-Lippe und Oldenburg wurde der Landkreis Oldenburg 1946 zu einem niedersächsischen Landkreis und zu einem Teilgebiet des niedersächsischen Verwaltungsbezirks Oldenburg, der 1978 im Regierungsbezirk Weser-Ems aufging. Dieser wiederum wurde, wie alle Regierungsbezirke in Niedersachsen, im Jahr 2005 aufgelöst.
Die Gebietsreform von 1933 wurde 1948 teilweise wieder rückgängig gemacht. Dabei wurden die Gemeinden Schönemoor sowie Stuhr wieder aus der Gemeinde Hasbergen und die Gemeinde Holle wieder aus der Gemeinde Hude herausgelöst. Holle wurde 1949 in Wüsting umbenannt.
Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinde Schönemoor in die Gemeinde Ganderkesee sowie die Gemeinde Wüsting in die Gemeinde Hude eingegliedert.
Die Gemeinde Stuhr wechselte am 1. März 1974 in den Landkreis Grafschaft Hoya. Gleichzeitig wurde die Gemeinde Hasbergen in die kreisfreie Stadt Delmenhorst eingegliedert.
Seinen heutigen Zuschnitt erhielt der Landkreis Oldenburg am 1. …