Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm: Geschichte
=== Landgerichte ===
Das Gebiet des Landkreises Pfaffenhofen ist seit Jahrhunderten eng mit der bayerischen Geschichte verbunden. Hauptgrund dafür ist, dass der Ort Scheyern Stammsitz des ehemaligen Herrscherhauses der Wittelsbacher ist. Die Landgerichte Pfaffenhofen und Vohburg sowie das Pfleggericht Wolnzach bestanden bereits seit dem Mittelalter. 1803 wurde das sogenannte Landgericht älterer Ordnung in Pfaffenhofen errichtet. Es gehörte zum Isarkreis, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde.
1862 wurde das Landgericht Geisenfeld gebildet.
Im Jahr 1862 wurden aus 26 Gemeinden des Landgerichts Pfaffenhofen und zwölf Gemeinden des benachbarten Landgerichts Ingolstadt das neue Landgericht Geisenfeld errichtet. Dieses bildete mit dem Landgericht Pfaffenhofen das Bezirksamt Pfaffenhofen an der Ilm.
Am 1. August 1927 trat das Bezirksamt Schrobenhausen die Gemeinde Volkersdorf an das Bezirksamt Pfaffenhofen ab.
Am 1. Januar 1939 wurde im Deutschen Reich die einheitliche Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.
Am 1. Mai 1971 wurde die Gemeinde Gotteshofen des Landkreises Pfaffenhofen an der Ilm in den Landkreis Ingolstadt um- und gleichzeitig in die Gemeinde Reichertshofen eingegliedert.
Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm am 1. Juli 1972 im Westen und Norden erweitert. Neu zum Landkreis kamen
die Gemeinden Baar, Dünzing, Ebenhausen, Manching, Menning, Niederstimm, Oberhartheim, Oberstimm, Pichl und Reichertshofen aus dem aufgelösten Landkreis Ingolstadt
die Gemeinde Larsbach und Teile der Gemeinde Rudertshausen aus dem aufgelösten Landkreis Mainburg sowie
die Gemeinden Alberzell, Freinhausen, Gerolsbach, Hirschenhausen, Hohenwart, Klenau, Klosterberg, Koppenbach, Seibersdorf, Singenbach, Strobenried und Weichenried aus dem aufgelösten Landkreis Schrobenhausen.
Der Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm gab seinerseits die Gemeinde Gaden bei Pförring an den Landkreis Eichstätt ab.
Der Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm gewann von 1988 bis 2008 über 26.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um ca. 29 %. Er verzeichnete im Großraum München-Ingolstadt auch seither weiteren Zuwachs.
Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Landkreis von 90.460 auf 127.151 um 36.691 Einwohner bzw. um 40,6 %.
Die Einwohnerzahlen ab 1840 beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.
Der Landkreis hatte bis 2020 die polnische Gemeinde Tarnów als Partnergemeinde. Da sich Tarnów 2019 zur „LGBT-freien Zone“ erklärte, wurde die Partnerschaft 2020 unterbrochen.