Heimatgeschichte · Ammerland ·

Landkreis Ammerland: Geschichte

Landkreis Ammerland: Geschichte

Der heutige Landkreis Ammerland liegt vollständig auf dem Gebiet des sächsischen Ammergaus. Dieser bildete die nordwestliche Grenze zum Siedlungsgebiet der Friesen. Im Ammergau lebten Angehörige des sächsischen Teilstammes der Angrivarier (Engern).
Im Zuge der Territorialisierung fiel der Ammergau an die Grafschaft Oldenburg. Bereits der erste namentlich bekannte Graf von Oldenburg, Egilmar I. (ca. 1040–1108), herrschte über den Lerigau, den Hasegau und den Ammergau. Das Ammerland gehört also zu den oldenburgischen Stammlanden, von denen es während des gesamten Mittelalters und der Neuzeit bis 1946 nie getrennt wurde.
Seit dem 19. Jahrhundert gehörte das Gebiet des heutigen Landkreises zu den beiden oldenburgischen Ämtern Westerstede und Oldenburg. 1933 wurde aus dem Amt Westerstede sowie den Gemeinden Rastede und Wiefelstede des Amtes Oldenburg das Amt Ammerland gebildet. Der östliche Teil des Amtes Oldenburg mit den Gemeinden Hatten und Wardenburg kam zum neuen Amt Oldenburg. 1939 wurde aus dem Amt Ammerland der Landkreis Ammerland .
Details zur Geschichte des Landkreises von der Steinzeit bis ins Jahr 1975, mit zahlreichen Abbildungen von historischen Funden und Belegen, sind in einer Heimatchronik publiziert.
Mit der Fusion der Länder Hannover, Braunschweig, Schaumburg-Lippe und Oldenburg zum Land Niedersachsen wurde der Landkreis Ammerland zu einem niedersächsischen Landkreis im Verwaltungsbezirk Oldenburg, der 1978 im Regierungsbezirk Weser-Ems aufging. Dieser wiederum wurde, wie alle Regierungsbezirke in Niedersachsen, im Jahr 2005 aufgelöst.
Im Vorfeld der Kreisreform vom 1. August 1977 gab es Pläne, das Umland der Stadt Oldenburg in einem großen Landkreis Oldenburg zusammenzufassen. Diese Pläne wurden zugunsten einer Vergrößerung des Landkreises Ammerland auf Kosten des Landkreises Friesland aufgegeben. Am 1. August 1977 wurde der Landkreis Friesland aufgelöst, und die Gemeinden Bockhorn und Zetel sowie die Stadt Varel wurden in den Landkreis Ammerland umgegliedert. Aufgrund verschiedener Verfassungsklagen vor dem Niedersächsischen Staatsgerichtshof in Bückeburg wurde die Kreisreform in Teilen als verfassungswidrig festgestellt. Zum 1. Januar 1980 wurden die Landkreise Ammerland, Friesland und Wittmund in ihrer ursprünglichen Form wiederhergestellt.

=== Konfessionsstatistik ===
Gemäß der Volkszählung 2011 waren (Stand 9. Mai 2011) 60,4 % der Einwohner evangelisch, 8,8 % römisch-katholisch und 30,9 % waren Sonstige (konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe). Der Anteil der Protestanten an der Gesamtbevölkerung sinkt seitdem jährlich um 1 Prozentpunkt, während der Anteil der Sonstigen jährlich um 1 Prozentpunkt steigt. Gemäß dem Zensus 2022 (Stand 15. Mai 2022) waren 48,3 % der Einwohner evangelisch, 8,4 % katholisch und 43,3 % waren Sonstige.
Laut Mitgliederstatistik der oldenburgischen Kirche für die Jahre 2022, 2023 und 2024 gab es einen Rückgang der evangelischen Gemeindeglieder um 1 Prozentpunkt (Anteil an der Gesamtbevölkerung) jährlich.

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Ammerland“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0