Heimatgeschichte · Miltenberg ·

Landkreis Miltenberg: Geschichte

Landkreis Miltenberg: Geschichte

=== Landgerichte ===
Das Gebiet des heutigen Landkreises Miltenberg gehörte vor 1800 überwiegend zum Erzstift Mainz. 1803 kam der südliche Teil zum Fürstentum Leiningen, mit dem er 1806 in der Rheinbundakte dem Großherzogtum Baden zugeschlagen wurde. Mit dem Grenzvertrag zwischen Baden und Hessen 1810 kam dieses Gebiet zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt und kam schließlich, nach dem Wiener Kongress, 1816 zum Königreich Bayern. Der nördliche Teil war ab 1803 Teil des Fürstentums Aschaffenburg bzw. ab 1810 des Großherzogtums Frankfurt und kam 1814 an Bayern. Der bayerische Staat errichtete dann die Landgerichte Obernburg und Klingenberg. Im Süden des heutigen Kreisgebiets gab es die sogenannten Herrschaftsgerichte Miltenberg, Kleinheubach und Amorbach. Alle Gerichte gehörten zum Untermainkreis, der ab 1838 in Unterfranken umbenannt wurde. 1848 wurde das Landgericht Miltenberg aus den bisherigen Herrschaftsgerichten Miltenberg und Kleinheubach sowie das Landgericht Amorbach aus dem gleichnamigen Herrschaftsgericht gebildet.

Das Bezirksamt Miltenberg wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Amorbach und Miltenberg neu gebildet. Ebenso wurden die Landgerichte Klingenberg am Main und Obernburg am Main zum Bezirksamt Obernburg am Main zusammengefasst.
Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Miltenberg am 1. Januar 1880 die Gemeinde Großheubach des Bezirksamtes Obernburg.
Am 1. April 1931 gab das Bezirksamt Marktheidenfeld die Gemeinden Fechenbach und Reistenhausen an das Bezirksamt Miltenberg ab.

Am 1. Januar 1939 wurde im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Miltenberg und Obernburg am Main.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis Obernburg am Main am 1. Juli 1972 ohne die Orte Wenigumstadt und Pflaumheim, welche heute Ortsteile von Großostheim, Landkreis Aschaffenburg, sind, mit dem Landkreis Miltenberg und dem Raum Stadtprozelten des bisherigen Landkreises Marktheidenfeld zum neuen Landkreis Miltenberg vereinigt.

Während der nördliche Teil (der ehemalige Landkreis Obernburg) noch relativ städtisch strukturiert ist (270 Einwohner pro km²), sind die südlichen und östlichen Gebiete des Landkreises (ehemaliger Landkreis Miltenberg und ehemalige Gebiete des Landkreises Marktheidenfeld) wie die übrige Umgebung, Main-Tauber-Kreis und Main-Spessart-Kreis recht dünn mit ca. nur 115 Einwohner pro km² besiedelt. Diese Lage wird sich noch weiter zuspitzen, da z. B. für Kirchzell mit einem Rückgang der Einwohner bis 2040 von 2200 auf 1400 bis 1500 Einwohner gerechnet wird, während im Norden um Niedernberg / Großwallstadt / Mömlingen die Verluste von Leidersbach / Eschau / Mönchberg wohl aufgefangen werden können.
Von 1988 bis 2008 wuchs der Landkreis Miltenberg um über 14.000 Einwohner bzw. um rund 12 Prozent. Seit 2003 ist die Tendenz nach einem Höchststand von ca. 131.500 Einwohnern rückläufig. Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl des Landkreises von 115.526 auf 128.756 um 13.230 Einwohner bzw. um 11,5 %.
Die höchsten Zuwächse verzeichnen im letztgenannten Zeitraum i. d. R. die Gemeinden südlich von Aschaffenburg mit bis zu 39 % (Niedernberg), während Eichenbühl und Rüdenau im Süden des Landkreises je ca. 8 % ihrer Einwohner verloren haben.
Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987: …

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Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Miltenberg“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Commander-pirx, CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons