Heimatgeschichte · Goslar ·

Landkreis Goslar: Geschichte

Landkreis Goslar: Geschichte

Der (bis auf Hohegeiß) in Ostfalen gelegene Landkreis Goslar war früh im Fokus der Geschichte. Über Jahrhunderte war sein Territorium zersplittert zwischen verschiedenen Grundherren, später hauptsächlich zwischen dem Kurfürstentum Hannover, dem Hochstift Hildesheim und dem Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Ab 1290 war Goslar eine freie Reichsstadt, deren Einfluss und Umgebung durch verschiedene Schutzburgen (Liebenburg, Harliburg, Harzburg u. a.) gesichert. Daneben drangen zeitweilig auch andere Mächte in das Territorium ein, so versuchten die Grafen von Wernigerode im 13. und 14. Jahrhundert, Einfluss zu gewinnen.
Historisch erwuchs der heutige Landkreis Goslar aus:

dem Altkreis Goslar (Liebenburg, ehemalige Gemeinde Vienenburg, teilw. Langelsheim-Lutter am Barenberge und Langelsheim-Wallmoden), Freistaat Preußen
der kreisfreien Stadt Goslar, Freistaat Preußen
dem Landkreis Gandersheim (Langelsheim, Seesen, Liebenburg-Ostharingen), Freistaat Braunschweig
dem Landkreis Wolfenbüttel (Bad Harzburg, Oker), Freistaat Braunschweig
dem Landkreis Zellerfeld (ungefähr mit Harz (Landkreis Goslar) und Stadt Clausthal-Zellerfeld deckungsgleich), Freistaat Preußen
dem Landkreis Blankenburg (Braunlage ohne St. Andreasberg), Freistaat Braunschweig
dem Landkreis Hildesheim-Marienburg (Groß Rhüden, Mechtshausen, Bilderlahe), Freistaat Preußen.

Als am 1. April 1885 aus den Ämtern des ehemaligen Königreichs Hannover in der preußischen Provinz Hannover Kreise gebildet wurden, entstand auch der Landkreis Goslar (aus den Ämtern Liebenburg und Wöltingerode sowie der Stadt Goslar.) Der Stadtforst Goslar, der bis dahin zum Herzogtum Braunschweig gehört hatte, wurde 1890 nach Preußen umgegliedert und vergrößerte so den Landkreis. Eine geringe Verkleinerung ereignete sich 1904, als ein etwa 4,5 km² großer, unbewohnter Landstrich in das braunschweigische Amt Harzburg umgegliedert wurde.
Zwei Verkleinerungen des Kreisgebiets erfolgten am 1. April 1922 mit der Auskreisung der Stadt Goslar und 1928 mit der Auflösung der Gutsbezirke in Preußen, von denen zwei in die Stadt Goslar eingegliedert wurden. Am 1. April 1942 musste der Landkreis sieben Gemeinden zur Bildung der Stadt Watenstedt-Salzgitter abgeben; gleichzeitig erhielt er die Gemeinde Ostharingen, die bis dahin eine Exklave des Landkreises Gandersheim gewesen war.
Größere Veränderungen erfolgten erst mit der Gebietsreform in Niedersachsen in drei Schritten:

Zunächst kamen durch das Harzgesetz die nördlichen Teile der aufgelösten Landkreise Blankenburg und Zellerfeld zum Landkreis Goslar, in den außerdem die bis dahin kreisfreie Stadt Goslar eingegliedert wurde (1. Juli 1972).
1974 gab der Landkreis Goslar sieben Gemeinden an den Landkreis Wolfenbüttel ab; im Gegenzug wurde ihm die 1972 vergrößerte Stadt Bad Harzburg zugesprochen.
Nachdem der Landkreis Goslar 1972 noch eine Gemeinde an den Landkreis Gandersheim abgeben musste, erhielt er am 1. August 1977 die östlichen Teile dieses aufgelösten Landkreises, und zwar die Gemeinden Hahausen, Langelsheim, Lutter am Barenberge, Seesen und Wallmoden.
Ab den 2010er Jahren erfolgten mehrere Gemeindefusionen im Landkreis Goslar: …

von Fremdinhalte · Regionauts

Quelle: Text: Wikipedia – „Landkreis Goslar“, Autorinnen und Autoren (Versionsgeschichte), CC BY-SA 4.0 · Foto: Reise Reise, CC BY-SA 3.0 – Wikimedia Commons